Kirche

Teil-Sanierung der Kirche St. Salvator

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die Wallfahrtskirche von St. Salvator in der Gemeinde Rimsting und im Pfarrverband Westliches Chiemseeufer bedarf einer Teil-Renovierung. Nach langjährigen Überlegungen und Planungen und in Abstimmung mit der Erzbischöflichen Finanzkammer kann das Vorhaben nunmehr in die Tat umgesetzt werden. Verbunden mit den Arbeiten sind zwei längere und totale Verkehrssperrungen der Staatsstraße zwischen Frasdorf und Prien im Bereich von St. Salvator. Insgesamt wurden laut grober Kostenschätzung die Arbeiten auf 660.000 Euro veranschlagt.

Auflagen und Anforderungen machen es notwendig, dass der Gerüstaufbau und der Gerüstabbau mit jeweils rund zwei Wochen Dauer nur in Ferienzeiten möglich ist, dies ist unter anderem auf die Schulbuslinien zurückzuführen. Geplant ist, dass der Aufbau des Gerüstes in den kompletten Pfingstferien von Freitag, 26. Mai bis Sonntag, 5. Juni vorgenommen wird und für diesen Zeitraum eine Straßensperrung mit ausgeschilderten Umleitungen erfolgen wird. Der zweite Straßensperrungszeitraum wird in den Großen Sommerferien sein.

Bei einer Ortsbesprechung vor der Kirche von St. Salvator stimmte sich Pfarrer Philipp Werner vom Pfarrverband Westliches Chiemseeufer mit Silvia Gaab, der stellvertretenden Projektleiterin vom Architekturbüro Krug Grossmann aus Rosenheim (mit Projektleiter Stefan Lippert), mit Verwaltungsleiter Matthias Wicha, mit Mesner Sebastian Wimmer und mit Kirchenpfleger Anton Stein über die nächsten Schritte ab. Erläutert wurde dabei, dass zu den Hauptarbeiten die Sanierung des Chor-Daches mit seiner Holzkonstruktion, das Langhaus im Traufbereich mit Sanierung der Fußpunkte, das Turmdach mit Erneuerung von Gratziegel, Blech und First sowie der komplette Neuanstrich der gesamten West-Seite gehören. Auch der Betonsockel vom Turm an der Straße sowie das Gesimse entlang von Langhaus und Chor werden erneuert beziehungsweise saniert. Für Sebastian Wimmer, der bereits seit 41 Jahren mit seiner Frau Maria-Luise als Mesner die Kirche betreut, werden es für ihn nicht die ersten Renovierungsmaßnahmen an der Kirche St. Salvator sein. Er war bereits dabei, als 1976 unter anderem das Blechdach erneuert wurde und als 1992 die Außenfassade gestrichen wurde. „Die Kirchenmaler-Arbeiten wird wie zuletzt vor 34 Jahren Susanne Fellner-Mandel aus Wasserburg vornehmen“ – so dazu Silvia Gaab. Weitere Aufträge wurden unter anderem vergeben an das Ingenieurbüro Anderlik in Ebersberg (SiGeKo), an das Ingenieurbüro Karl-Heinz Gebhard (Statik), an die Firma Zosseder in Eiselfing (Reinigung Dachstuhl und Entschuttung), an Elektro Mayer in Rimsting-Zacking (Elektroinstallationen), an die AVS Verkehrssicherungs GmbH in Grafing, an die Firma Stahlrohrgerüstbau München, an die Zimmerei Schnitzenbaumer in Bad Feilnbach (Zimmerer-, Dachdecker- und Spengler-Arbeiten) sowie an die Gramer Bau GmbH in Söchtenau (Baumeister-Arbeiten).

Schon in den nächsten Tagen werden die ersten Baustellen-Einrichtungsmaßnahmen beginnen. Das Priener Pfarramt, die Gemeinde Rimsting und das Landratsamt Rosenheim stehen im ständigen und aktiven Austausch mit den Beauftragten für die Baumaßnahme und bitten um Verständnis, für die erforderlichen Verkehrssicherungs-Notwendigkeiten. Die Kirche selbst ist während der Bauphase tagsüber zum Besuch geöffnet.

Fotos: Hötzelsperger – Eindrücke von der Kirche St. Salvator – 1. Ortstermin v.l.n.r.: Architektin Silvia Gaab – Kirchenpfleger Anton Stein – Verwaltungsleiter Matthais Wicha – Pfarr Philipp Werner und Mesner Sebastian Wimmer. 2. Kirche St. Salvator

 Bei wikipedia heißt es zur Wallfahrtskirche St. Salvator

Die Wallfahrtskirche St. Salvator im Rimstinger Ortsteil St. Salvator liegt an der Straße von Prien nach Wildenwart.

Ihre Entstehung verdankt sie der Überlieferung gemäß einem Frevel einer Hostie. Eine Frau aus Siggenham soll in der Pfarrkirche Prien unwürdig zur Kommunion gegangen sein, die Hostie aber nicht verzehrt haben, sondern sie mitgenommen haben. Nachdem sie auf dem Heimweg auf halber Strecke Reue ergriffen habe, habe sie die Hostie an der Stelle des heutigen Hochaltars auf die Erde gelegt, wo sie sogleich im Erdboden versank. Dies wurde als Wunder gedeutet, was zum Bau einer Kirche führte.

Baugeschichte

Die Bezeugung des ersten Baus reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. So erscheint in einem Traditionskodex des Stiftes Herrenchiemsee eine „ecclesia sancti Salvatoris“, die Peter v. Bomhard zufolge jene Kirche bezeichnet. Der heutige Bau entstand im 15. Jahrhundert und weist typische Merkmale einer mittelalterlichen Hostienkirche  auf. 1472 wurde die Kirche vom damaligen Bischof v. Chiemsee, Bernhard v. Kraiburg, konsekriert. Während das Äußere noch von dieser Bauphase zeugt (Satteldach und spätromanischer Turm), wurde der Innenraum nach und nach umgestaltet und erhielt im Großen und Ganzen seine Gestalt im 18. Jahrhundert.

 


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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