Einladung in den fast fertigen Berggasthof – Schleching – Alljährlich wird zu Pfingsten das Patrozinium zu Ehren des Heiligen Servatius, in der Streichenkirche gefeiert.
Bei schönstem Wetter kamen die Kirchenbesucher aus allen Richtungen, um in der Kirche oder vor der kleinen Servatiuskirche auf dem Streichen auf dem Rasen zu sitzen und die Messe mit Pfarrer Martin Straßer zu hören. Der Schlechinger Kirchenchor unter Leitung von Maria Blank, begleitete die Messe mit „Missa Brevis in F“ sehr stimmungsvoll.
Diakon Erik Oberhorner fragte, was versteht man unter dem Heiligen Geist, was bedeutet er für das Leben? Er führte weiter aus, dass der Heilige Geist auch als ein „Tröster“ wahrgenommen wird, der Beistand leistet, hilft gegen Trauer und Angst, Verlassenheit und Ratlosigkeit. Der Diakon zog das Beispiel aus der Apostelgeschichte heran, wo sich die Jünger zwischen Hoffnung und Unsicherheit hinter verschlossenen Türen aus Angst versteckt hatten, zwischen Hoffnung und Unsicherheit, wie es nach der Auferstehung und Himmelfahrt weitergehen soll. Auch hier empfiehlt sich Jesus als Mutmacher, als Geist Gottes, der die Menschen befreit. Erik Oberhorner bezog die Situation auf die heutige Zeit, in der jeder Einzelne andere Menschen schützen kann, Mut zusprechen kann, zuhören kann. Aber es gibt das Zeitproblem, wer streichelt die Hand eines einsamen Menschen, wer legt schützend den Arm um Hilfsbedürftige? Er empfahl, dem Heiligen Geist Raum zu geben, und damit die Nähe Gottes spüren und das zu jeder Zeit.
Die Worte der Messe und die Klänge der Musik fielen draußen vor der Kirche, wie drinnen auf fruchtbaren Boden. Die besondere Schwingung an diesem magischen Platz konnte jeder spüren, die Menschen nutzten die Zeit -ohne Handy- zu sich zu kommen. Als Sahnehäubchen schickten dann die Schlechinger Alphornbläser auf dem Streichen-Hügel ihre schönen Klänge in den blau-weißen Himmel und die umliegenden Berge Geigelstein, Kampenwand und Kaisergebirge.
Martin Straßer dankte allen, die diese Patroziniums-Messe möglich gemacht haben und lud die Besucher in den schon fast fertigen Berggasthof Streichen unterhalb der Kirche ein. Dort hatten die Thomas und Yvonne Wilde Stiftung einen Imbiss hergerichtet. Ganz glücklich genossen die Kirchenbesucher die Möglichkeit, wieder auf der schönen Terrasse unter den rot blühenden Kastanienbäumen und in der neu hergerichteten Almhütte zu sitzen und zu ratschen nach dem Kirchgang – ganz wie früher. wun
Text und Fotos: Sybilla Wunderlich
Bild 2688 die voll besetzte St. Servatius Kirche
Bild 2691 auch vor der Kirche standen die Besucher und lauschten den Klängen
Bild 2694 die Schlechinger Alphornbläser auf 800 Meter auf dem Hügel vor der Streichen Kirche (im Hintergrund die Kampenwand)
Bild 2699 gern gingen die Besucher in den fast fertigen Berggasthof Streichen



