Erneuertes Hofkreuz der Familie Mayer bei der Marienkapelle gesegnet
Schilding| Samerberg – Ein Hofkreuz ist mehr als ein Zeichen am Weg. Es erzählt von Glauben, Herkunft, Handwerk und von Menschen, die Verantwortung übernehmen für das, was ihnen anvertraut ist. In Schilding wurde am gestrigen Abend das erneuerte Hofkreuz der Familie Mayer bei der Marienkapelle im Rahmen einer Maiandacht feierlich gesegnet.

Maiandacht und Kreuzweihe in Schilding
Viele Besucherinnen und Besucher aus der Umgebung waren gekommen, um an der Andacht teilzunehmen. Zwischen Häusern, Gärten und dem frischen Grün des Frühlings stand das neu errichtete Kreuz im Mittelpunkt – schlicht, würdig und mit großer handwerklicher Sorgfalt gefertigt. Diakon Günter Schmitzberger leitete die Maiandacht und nahm die Segnung des Kreuzes vor. Musikalisch wurde die Feier von einer Bläsergruppe begleitet, deren Weisen dem Abend einen besonders festlichen und zugleich vertrauten Rahmen gaben.

Maiandacht und Kreuzweihe in Schilding
Das Hofkreuz wurde in den vergangenen Wintermonaten von Bartholomäus Mayer gemeinsam mit seinen Onkeln Engelbert und Sepp Mayer in Eigenleistung gebaut. Entstanden ist es in der Schreinerwerkstatt von Engelbert Mayer. Als Material wurde vollständig Eiche gewählt – bewusst robust, dauerhaft und der Hoffnung verbunden, dass das Kreuz viele Jahrzehnte Bestand haben möge. Die Spenglerarbeiten am Dach übernahm die Firma Andreas Leitner aus Neubeuern.

Maiandacht und Kreuzweihe in Schilding
Bei der Segnung wurde sichtbar, welche Bedeutung solche Zeichen im Dorf bis heute haben. Das Kreuz steht nicht abseits, sondern mitten im Leben: am Weg, nahe bei den Häusern, umgeben von Menschen, Musik, Gebet und dem stillen Respekt vor einer Tradition, die nicht laut sein muss, um stark zu wirken. Gerade in der Maiandacht, die in besonderer Weise der Gottesmutter Maria gewidmet ist, verband sich die Erneuerung des Hofkreuzes mit einem Moment der Sammlung und des Dankes.

Maiandacht und Kreuzweihe in Schilding
Die Familie Mayer hat mit dem neuen Kreuz nicht nur ein altes Zeichen erneuert, sondern auch ein Stück religiöser und dörflicher Kultur weitergetragen. Dass dabei mehrere Generationen zusammenwirkten, gab der Feier eine zusätzliche Tiefe: Handwerkliches Können, familiärer Zusammenhalt und gelebter Glaube fanden hier sichtbar zusammen.

Liebevoll geschmückt und von stiller Frömmigkeit getragen: Die Marienkapelle Schilding gehört zu jenen kleinen Glaubensorten, die das dörfliche Leben prägen. Neben ihr wurde bei der Maiandacht das erneuerte Hofkreuz der Familie Mayer gesegnet.
So wurde die Maiandacht in Schilding zu einem besonderen Abend – nicht groß inszeniert, aber gerade deshalb eindrucksvoll. Ein Kreuz wurde gesegnet, Musik erklang, Menschen beteten gemeinsam, und am Ende stand ein Zeichen, das bleiben soll: aus Eiche gebaut, von Händen geschaffen und in der Gemeinschaft angenommen.
Nach der feierlichen Andacht war der Abend noch nicht zu Ende: Die Familie Mayer lud die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Anschluss zu einer Brotzeit auf den Hof ein. So fand die Kreuzweihe nicht nur im Gebet und in der Segnung ihren Ausdruck, sondern auch im gemeinsamen Beisammensein – mit Gesprächen, Dankbarkeit und jener nachbarschaftlichen Verbundenheit, die solche Anlässe im Dorf besonders macht.
Fotos: Rainer Nitzsche



