Johanna Auer ist neue 1. Vorsitzende und Nachfolgerin von Gisela Schober – Amtsübergabe nach 16 Jahren
Zum ungewohnten Termin Mitte April trafen sich die Mitglieder der Christlichen Frauengemeinschaft Samerberg e. V. zur Jahreshauptversammlung beim Entenwirt in Törwang. Auf der Tagesordnung standen neben dem üblichen Ablauf auch Neuwahlen, einige Satzungsänderungen und Ehrungen. Damit es nicht zu unnötigen Längen kam, hielt die Vorstandschaft die Berichte kurz, aber informativ. Über 100 Mitglieder konnte scheidende 1. Vorsitzende Gisela Schober begrüßen, was einen neuen Besucherrekord darstellte. Geistlicher Beistand Diakon Günter Schmitzberger verzichtete auf ein Grußwort und sprach stattdessen mit den Frauen ein Gebet. Die 1. Kassiererin Franziska Wimmer berichtete von einem erfolgreichen Geschäftsjahr und die beiden Kassenprüferinnen bestätigten eine einwandfreie Kassenführung, worauf die Versammlung dem Vorstand die Entlastung erteilte.
Im Bericht der Schriftführerin lies Gertraud Maurer ein letztes Mal das Jahr Revue passieren.
Herausragend war das Jubiläumsfest zum 150jährigen Bestehen. Sei es der extra gegründete Projektchor für die kirchliche Feier, oder die besondere Atmosphäre im festlich geschmückten Moarhof in Roßholzen – ein rundum gelungenes Fest. Auch ein Herzensprojekt war der Seniorenfrühschoppen, zu dem die Frauen ins Festzelt der Freiwilligen Feuerwehr Roßholzen-Steinkirchen eingeladen hatten. Zu Würstl, Brezen und Bier spielten einige Jugendliche frisch auf und 90 Gäste hatten Spaß und gute Unterhaltung. Auch die Kindergruppe des Trachtenvereins Roßholzen zeigte ihre Tänze und Plattler. Mit einem tollen Gewinn von über 7000 Euro war der Adventsbasar wieder sehr erfolgreich. Zusammen mit der verbliebenen Rücklage vom Fest konnte der außerordentliche Betrag von 9000 Euro gespendet werden. Davon erhielt das Christliche Sozialwerk wie immer den Löwenanteil mit diesmal 4000 Euro. Weitere 1000 Euro gingen an das Christopherusheim in Brannenburg und je 500 Euro erhielten die Bergwacht, die Bücherei, der Verein „Mütter für Mütter“, die Jugendwallfahrt Assisi, das Rote Kreuz für das neue First-Responder-Auto, der Hospizverein SAPV und der Samerberger Krankenunterstützungsverein. An die Sternstunden und die OVB-Aktion wurden je 250 Euro gespendet. Als Dank für die langjährige finanzielle Unterstützung lud der Verein des Sozialwerks alle Mitglieder der Frauengemeinschaft zum 50jährigen Gründungsfest am 14.Juli ein.
In der angekündigten Satzungsänderung ging es zum einen um die Verkürzung der Amtszeit von bisher vier auf drei Jahre. Und zum anderen um Klauseln, die im Falle einer Vereinsauflösung den Ablauf regeln. Die Versammlung beschloss die Satzungsänderungen einstimmig, der Vorstand wird die notarielle Änderung im Vereinsregister beantragen.
Bei den Neuwahlen waren zwei Posten des engeren Vorstandes neu zu besetzen: Nach 16 sehr erfolgreichen Jahren im Amt, trat 1. Vorsitzende Gisela Schober nicht mehr an. Als Kandidatin stellte sich Johanna Auer aus Schweibern zur Wahl und wurde einstimmig gewählt. 2. Vorsitzende bleibt Manuela Sattelberger, 1. Kassiererin ist weiterhin Franziska Wimmer, ihre Stellvertreterin bleibt Theresa Tischner. Gertraud Maurer stellte sich ebenfalls nach 16 Jahren nicht mehr der Wahl, zur neuen Schriftführerin wurde Ute Jonas aus Linden gewählt. Nach 20 Jahren schied Kathrin Neumüller aus dem Kreis der Beisitzerinnen aus, unter ihrer Führung stand bei jeder Veranstaltung die Küche. Ramona Sattlberger und Barbara Huber traten nach 16 Jahren nicht mehr an und auch Karola Osterhammer, Andrea Weyerer, Jana Dammers, Irmi Weyerer und Ingrid Rieder sind ausgeschieden. Letztere plante und organisierte die Vereinsausflüge. Weiter machen Susanne Stadler, Tina Stuffer, Gabi Sattelberger und Marianne Huber. Neu hinzugewählt wurden Tina Scheibenzuber, Michaela Aicher, Nicole Piezinger, Maria Stuffer jun., Brigitte Sattelberger, Claudia Schmid, Anja Specht, Susi Fürst, Barbara Wörndl, Tanja Hager, Ingrid Stuffer und Bettina Lang. Damit besteht der Kreis der Beisitzerinnen aus 16 Frauen. Die beiden Kassenprüferinnen Martina Stuffer und Petra Huber wurden im Amt bestätigt.
In ihrer Abschiedsrede sprach Gisela Schober über die vielen besonderen Momente, die ihr das Amt der 1. Vorsitzenden schenkte. Die neuen Bekanntschaften und vielfältigen Eindrücke, die ein solches Amt mit sich brachte, waren eine Bereicherung, so ihre Worte. Nach einem Schicksalsschlag bot ihr die Vorstandstätigkeit eine wertvolle Ablenkung. Und der schwierige Austritt aus der KfD wurde durch die Zustimmung anderer Frauen leichter. Als während Corona das Vereinsleben fast unmöglich schien, waren es die kleinen Dinge, die Mut machten; zum Beispiel der Verkauf der Basarware beim Kaufhaus Willkommer und im Getränkemarkt Wiesholzer. Diese Ereignisse nannte Gisela Schober als prägend in den 16 Jahren ihrer Amtszeit und bedankte sich bei allen, die ihr mit Rat und Tat zur Seite standen. Besonders bei Diakon Günter Schmitzberger, mit dem es auch immer einmal einen kleinen Spaß geben durfte. „Ohne die Familie aber wäre es nicht gegangen, darum gilt der größte Dank ihnen“. Diakon Günter Schmitzberger dankte für die vielen Jahre der guten Zusammenarbeit mit den Worten „…du hast nicht nur geleitet, sondern auch verbunden!“ und Maria Staber von den Senioren überbrachte Blumengrüße. Christine Eckert fand als scheidende 3. Bürgermeisterin im Namen der Gemeinde Worte des Dankes und der Wertschätzung.
Für langjährige Vereinstreue konnten 13 Frauen für 40 Jahre, 2 für 50 Jahre und eine für 60 Jahre Mitgliedschaft geehrte werden. Als Dank erhielten sie eine Orchidee.
Die neue Vorsitzende Johanna Auer gab einige Neuerungen bekannt. Dazu zählt vor allem, dass es zukünftig einen gemeinsamen Termin für alle Geburtstage gibt, die Einzelbesuche fallen weg. Die zweite Neuerung ist, dass die Jahreshauptversammlung zukünftig Anfang März nach dem Weltgebetstag stattfindet. Beide Änderungen sollen die Vorstandschaft entlasten.













