Im März 2026 erzielt das bayerische Bauhauptgewerbe einen baugewerblichen Umsatz von rund 1,71 Milliarden Euro und somit 8,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Im gewerblichen und industriellen Tiefbau steigt der Umsatz gegenüber März 2025 um gut ein Drittel. Der Gesamtwert der Auftragseingänge im bayerischen Bauhauptgewerbe liegt im März 2026 bei 2,31 Millionen Euro und damit gegenüber März 2025 15,7 Prozent niedriger.
Schweinfurt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, steigt der Umsatz des bayerischen Bauhauptgewerbes im März 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,7 Prozent bzw. rund 137 Millionen Euro.
Umsatzsteigerung in den meisten Bausparten
Mit Ausnahme des gewerblichen und industriellen Hochbaus (-7,3 Prozent) sowie des öffentlichen Hochbaus für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen (-12,5 Prozent) werden in allen Bausparten Umsatzzuwächse zwischen 7,0 Prozent (Wohnungsbau) und 34,2 Prozent (gewerblicher und industrieller Tiefbau) verzeichnet.
Auftragseingänge im gewerblichen Tiefbau gehen um ein gutes Drittel zurück
Die Auftragseingänge im bayerischen Bauhauptgewerbe gehen im März 2026 um 15,7 Prozent auf 2,31 Milliarden Euro zurück. Die größten absoluten Rückgänge liegen mit 410 Millionen Euro (‑38,6 Prozent) im Bereich des gewerblichen und industriellen Tiefbaus. Im Straßenbau gehen die Auftragseingänge um 3,9 Prozent zurück, während sie im Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen mit 1,9 Prozent knapp über Vorjahrsniveau liegen.
Im Hochbau verzeichnen mit Ausnahme des Wohnungsbaus (-5,7 Prozent) alle Bausparten zunehmende Auftragsvergaben. Die Spanne der relativen Steigerungen beläuft sich zwischen 1,9 Prozent im öffentlichen Hochbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen und 6,9 Prozent im öffentlichen Hochbau für Organisationen ohne Erwerbszweck.
Konstanter Personalstand im Bauhauptgewerbe
Ende März 2026 sind im bayerischen Bauhauptgewerbe insgesamt 107 679 Personen tätig und damit 1,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Diese Beschäftigten leisten an 22 Arbeitstagen 10,4 Millionen Arbeitsstunden, die mit rund 421 Millionen Euro Entgelt vergütet werden. Im März 2025 wurden bei 21 Arbeitstagen 9,6 Millionen Arbeitsstunden mit einem Gesamtentgelt von rund 390 Millionen Euro entlohnt.
Preisbereinigt moderate Entwicklung im Wohnungsbau – Tiefbau bleibt robuster
Nominal nehmen die Auftragseingänge im Vergleich zum Bezugsmonat des Basisjahres 2021 um 28,5 Prozentpunkte zu, gehen preisbereinigt jedoch um 5,6 Prozentpunkte zurück (siehe Grafik 1). Beim Umsatz zeigt sich nominal ein Plus von 18,8 Prozentpunkten gegenüber März 2021, real hingegen ist der Umsatz um 6,0 Prozent rückäufig. Der (preisbereinigte) Wert des Bezugsmonats März im Basisjahr 2021 wird in den folgenden Grafiken 1 und 2 jeweils als brauner Punkt (Umsatz) und blaues Dreieck (Auftragseingang) über dem aktuellen Monatswert dargestellt.
Im Wohnungsbau (siehe Grafik 2) liegen die Aufträge real 45,2 Prozentpunkte unter dem Monatswert des Jahres 2021, die Umsätze um 28,3 Prozentpunkte darunter.
Im Vergleich der Bausparten übertrifft der Tiefbau den Hoch- und Wohnungsbau seit März 2023 in der Entwicklung von Umsätzen und Auftragseingängen (siehe Grafik 3). Projekte für die Energie- und Verkehrsinfrastruktur stützen nun schon im dritten Jahr die Gesamtentwicklung des bayerischen Bauhauptgewerbes.
Bericht: Bayerisches Landesamt für Statistik – Foto: Hötzelsperger



