Natur & Umwelt

Trostberg: Hier blüht was auf

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

In ein wunderbares Blühparadies wird sich schon bald die Uferzone der Alz im Trostberger Ortsteil Pechlerau verwandeln. Pfaffenhütchen, Holunder, Schneeball und zahlreiche andere Pflanzen wachsen und gedeihen hier ganz nah am Fluss. Mit dem Ende der Arbeiten zum Hochwasserschutz hat das Wasserwirtschaftsamt Traunstein auf dem Areal, aber auch in der Saliterau, insgesamt rund 370 Sträucher und Bäume pflanzen lassen. Die Kosten betragen 12.000 Euro.

Jede Art bekommt ihren idealen Lebensraum

Zusätzlich zu den Sträuchern haben die Mitarbeiter eines beauftragten Fachbetriebes Silberweiden, Erlen und Eichen entlang der Wege gesetzt. Gestelle aus Holz stützen die Bäumchen, bis sie in einigen Jahren groß gewachsen sein werden. Die Sträucher haben auf der Böschung hinunter zur Alz ihren Platz gefunden. Wo die Böschung am Flussufer ins Flache übergeht, sind außerdem Weidensträucher gepflanzt. Sie finden hier ideale Bedingungen. Überhaupt seien, so sagt Katharina Beck, Landespflegerin am Wasserwirtschaftsamt Traunstein, die Standorte sehr bewusst gewählt. Sie seien angepasst an die Bedürfnisse der jeweiligen Art. „So ein Weidenstrauch kann auch häufigere Überschwemmungen gut aushalten. Nahe am Wasser ist für ihn ein idealer Lebensraum“, sagt sie. Beck hat die Arbeiten fachlich vor Ort begleitet und sieht mit dem Wachsen der Sträucher zugleich neuen Lebensraum für Tiere entstehen. Etwa für die Haselmaus, die sich gerne von Beeren und Früchten ernährt.

Rücksichtname und richtige Pflege sind jetzt wichtig

Damit sich die Neupflanzungen prächtig entwickeln können, ist ihre regelmäßige Pflege wichtig. Im laufenden Jahr übernimmt das der beauftragte Fachbetrieb. Ab dem kommenden Jahr werden die Mitarbeiter der Flussmeisterstelle Salzach, die zur Traunsteiner Behörde gehört, nach dem Rechten sehen. Ganz besonders wichtig in den kommenden Monaten aber ist, dass die Sträucher und Bäume nicht beschädigt werden und gesund wachsen können. Damit sie nicht niedergetreten werden, sind die Sträucher schon jetzt mit Pflöcken markiert.

Anpflanzungen beschließen Projekt zum Hochwasserschutz

Im Herbst vergangenen Jahres hatte das Wasserwirtschaftsamt Traunstein seine Arbeiten zum Hochwasserschutz an der Alz in Trostberg beendet. In rund dreijähriger Bauzeit hatte das Amt, in enger Abstimmung mit der Stadt, ein umfangreiches Hochwasserschutzkonzept umgesetzt. Tragende Säulen dabei sind zwei Hochwasserschutzmauern, links und rechts der Alz, die Uferaufweitung sowie die Absenkung des Vorlandes in der Pechlerau und der Einbau von Buhnen im Fluss, die bei Hochwasser dafür sorgen, dass das Wasser eher in die Flussmitte fließt.

Bericht und Bilder: WWA Traunstein 

Frisch gepflanzte Sträucher: Viele, noch kleine Sträucher sind in der Pechlerau in Trostberg gepflanzt. Im Vordergrund ist eine Schlehe zu sehen. Damit die Pflanzen gut wachsen, sollten sie nicht beschädigt oder gar niedergetrampelt werden.

Frisch gepflanzter Baum: Zehn neu gepflanzte Bäume, wie hier die Eiche, säumen jetzt die Wege entlang der Alz im Trostberger Ortsteil Pechlerau.

Pflanzarbeiten: Johannes Eder und Claudiu Lepsa vom beauftragten Fachbetrieb bei den Pflanzarbeiten im Trostberger Ortsteil Pechlerau.

Schubkarre mit Sträuchern: Mit einem Schubkarren wurden die Sträucher und Bäumchen an die passenden Standorte gebracht. Ein wichtiges Hilfsmittel bei rund insgesamt 370 Sträuchern und Bäumen, die gepflanzt wurden.

 


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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