Leitartikel

RO: Frühjahrstanzl beim Volkstanzkreis

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Der Rosenheimer Volkstanzkreis hatte zu seinem Frühjahrstanzl eingeladen, die Frasdorfer Tanzlmusi spielte auf und mehr als 150 Volkstanzfreunde füllten den Saal beim Kistlerwirt in Bad Feilnbach fast bis auf den letzten Platz. Unter den Besuchern waren auch Teilnehmer meh­rerer Volkstanzkurse, die der Verein in den letzten Jahren abgehalten hatten, und die sich freu­ten, wieder einmal eine Gelegenheit zum Tanzen zu haben.

Der Erste Vorstand des Vereins, Christian Hengstberger, leitete als Tanzlführer den Abend und musste gleich beim Auftanz improvisieren, weil sich so viele Tanzpaare aufgestellt hatten, dass die herkömmli­chen Figuren kaum mehr zu schaffen waren. Aber mit etwas Spontanität war die Platzfrage schnell gelöst und kurz darauf zogen Tänzerinnen und Tänzer in einer langen Schlange durch den Saal, ehe es im Galopp durch das Spalier der Tanzpaare ging und ein schöner Walzer die erste Tanzrunde abschloss.

Seit über 50 Jahren spielt die Frasdorfer Tanzlmusi auf und gehört zu einer der ältesten Gruppen ihrer Art in unserer Region. Ihre Freude am Aufspielen steckte die Besucher schnell an und sie baten schon bald mit kräftigem Beifall erfolgreich um die erste Zugabe. Walzer, Polkas und Boarische umrahmten die überlieferten Chiemgauer Tänze, unter die sich auch ein paar Ausflüge ins Österreichische mischten, und einige bekannte Zwiefache mit ihrem charakteristischen Wechsel zwischen Dreher und Walzer wirkten wie eine Prise Salz in der Suppe. Den Tanzpaaren gefiel diese Mischung so, dass sie die Tanzfläche immer gut füllten und bei nahezu jeder Runde mit anhaltendem Applaus erfolgreich um eine Zugabe baten.

Nach der Pause machten sich die Paare an die Münchner Franҫaise. Obwohl es der anspruchs­vollste der Chiemgauer Tänze ist, war das Tanzvergnügen ungeschmälert und die Paare bestätigten sich nach jeder Tour, es ausgezeichnet gemacht zu haben. Nach der Franҫaise würdigte Hengstberger spontan die Verdienste von Herbert Bogensberger. Zusammen mit seiner Frau Maria hat er nicht nur viele Interessenten zu Volkstanzfreunden gemacht, sondern auch der Gestaltung der Volkstanzabende des Vereins seinen charakteristischen Stempel aufgedrückt.

Zwischen zwei Tanzrunden kündigte Hengstberger ein besonderes Schmankerl an – den Jubiläumsvolkstanz des Vereins, mit dem dieser am 22. Mai beim Kistlerwirt in Bad Feilnbach sein 60-jähriges Bestehen feiert. Für diesen Feier-Abend hat der Rosenheimer Volkstanzkreis gleich drei gute Tanzlmusi-Gruppen gewinnen können, die der Reihe nach aufspielen werden: die Fischbachauer Tanzlmusi in ihrer neuen, verjüngten Besetzung, die Zuahäusl-Aufgeiger und die Oberlauser Tanzlmusi. Mit allen dreien verbindet der Verein eine langjährige Freundschaft. Damit die Besucher die drei Gruppen auch auskosten können, wurde der Abend gegenüber den normalen Volkstanzabenden um eine Stunde verlängert und beginnt bereits um 19 Uhr. Drei Musiken, eine Stunde mehr Zeit zum Tanzen – und das mit 13 € zum gleichen Eintrittspreis wie sonst auch. Karten für dieses „Jubiläums-Sonderangebot“ gibt es wie gewohnt an der Abendkasse.

Es war Mitternacht vorbei, als das Frühjahrstanzl mit einer letzten Tanzrunde ausklang. Abschließend bedankte sich Hengstberger im Namen des Vereins bei allen, die zu diesem schönen Abend beigetragen hatten – bei den Musikanten der Frasdorfer Tanzlmusi, bei den Besuchern und auch beim Servicepersonal des Kistlerwirts, das den ganzen Abend für das leibliche Wohl gesorgt hatte.

Bericht und Fotos: Volkstanzkreis Rosenheim e.V.

 

 


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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