Sport

JHV beim TSV Neubeuern

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Auf den Tag genau nach einem Jahr zog die neugewählte Vorstandschaft des TSV Neubeuern Bilanz. Ergebnis: Nach dem Bericht der Kassenprüfung durch die Prüfer Tobias Englmann und Thomas Schulze erfolgten die einstimmige Entlastung sowie dankbarer Applaus der rund 80 Vereinsmitglieder, die sich im neuen Sportheim eingefunden hatten.

„Wir waren aufgeregt“, bemerkte der neugewählte Vorstand Fabian Steiner zu Beginn. „Wir waren uns des Umfangs der Aufgaben nicht sicher, aber zuversichtlich.“ Dabei habe man auf Mithilfe bei der Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen bauen können. Namentlicher Dank ging an Tom Fischer und Michael Brunner zur Abwicklung des Sportlerballs, Richard Leitner für die Internetarbeit sowie an die verantwortlichen Abteilungsleiter, welche im Ausschuss das Gerüst des TSV bilden. 1544 Mitglieder zählt der Verein nun, einhundert mehr als zu Beginn. „Dies ist für uns Verpflichtung“, so Steiner.

Flutlichtanlage am Trainingsplatz mit den schwierigen Begleiterscheinungen zur Bezuschussung – es ging um 13.800 Euro –, der Pachtvertrag für die Stockanlage am Badesee sowie der anstehende Pächterwechsel bei der Bewirtschaftung des Sportheims waren weitere Themen. Sportfest, Sportlerball als wirtschaftliche Großveranstaltung, allgemeiner Sportbetrieb sowie mögliche Veränderungen und die Verlegung der Tennisplätze waren weitere Rahmenbedingungen, die gemeistert wurden. Alexander Schopf galt der Dank, verbunden mit einer Anerkennung für seinen zehnjährigen Einsatz als Vorstand sowie seine Bemühungen und den finanziellen Einsatz für die neue Vereinsfahne. Diese konnte in einem Feierakt zusammen mit weiteren Vertretern der Ortsvereine durch Pfarrer Christoph Rudolph gesegnet werden. „Somit haben wir wieder ein sichtbares Zeichen, wenn wir uns öffentlich zeigen.“

Interner Schwerpunkt des Vereinsjahres waren Vereinsverwaltung und finanzielle Abwicklung des Vereins. Diese wurden den neuen technischen Gegebenheiten angepasst. „Digital ist die Zukunft des Vereins.“ Kassier Christian Heidel gab detaillierte Einblicke, wie zukünftig die Zusammenarbeit im finanziellen Bereich der einzelnen Abteilungen mit dem Hauptverein geschieht. „Wir sind näher dran, können schneller reagieren. Es wurde alles auf Online-Banking umgestellt.“ Verbindungen zu Steuerberater und Finanzamt laufen nun digital. Auch die vorgenommene Kassenprüfung konnte bereits so durchgeführt werden.

Die Kassenlage des Vereins ist angespannt, aber vertretbar überschaubar. Kostentreiber waren die Flutlichtanlage, die Beteiligung an der Erneuerung der Stockbahn sowie der Vereinsbus, der Mängel aufweist. Ausgaben entstanden zudem durch die Abzahlung beim Sportheim, außerdem musste an die GEMA eine Nachzahlung geleistet werden. Das Jahr endete mit einem Defizit von knapp 5000 Euro. Namentlich dankte der Kassier seinem Vorgänger Christian Zehtbauer für die kollegiale Zusammenarbeit und Hilfe. Diese leistete er auch in dem privat schweren Jahr nach dem Tod von Petra Reischl, die über viele Jahre die Schriftführung des Vereins innehatte.

Die Vereinsabrechnungen belegen rund 1400 Buchungen, die vorgenommen werden mussten. Die laufende wirtschaftliche Entwicklung zeigt sich positiv. Beim Sportlerball, auch hier habe man neue Abläufe integriert, konnte ein deutliches Plus verzeichnet werden. Interne Abstimmungen ließen hier auch noch Spielraum, so der Kassier. Durch technische Veränderungen konnten rund 60 Prozent bei den Stromkosten eingespart werden, was rund 1200 Euro bedeutet.

„Sparsamkeit wird weiter eine Trumpfkarte sein müssen, dies allein wird nicht reichen“, informierte Vorstand Fabian Steiner. Vor 25 Jahren fand letztmals eine Beitragserhöhung im Hauptverein statt, so seine Überleitung zum Punkt Beitragserhöhung. Diese wurde nach kurzer Debatte und zwei Gegenstimmen angenommen. Die Steigerung beträgt 20 Prozent. Das bedeutet: Erwachsene zahlen zukünftig 50 Euro (bisher 40 Euro), Jugendliche 35 Euro (25 Euro), Kinder 30 Euro (25 Euro), Ermäßigte 35 Euro (25 Euro). Einig war man sich, dass bei dem breiten Angebot, welches der Verein liefert und auch in Zukunft aufrechterhalten will, diese Erhöhung vertretbar ist. Zudem wolle der Verein auch gewappnet sein, sollte Unvorhersehbares eintreten. Ehrungen waren ein bestimmender Tagesordnungspunkt, welcher den familiären Stand des Vereins widerspiegelt. Übergeben werden konnten an Franz Hefter und Erich Lang die Urkunden für 65-jährige Vereinstreue. Verhindert war Manfred „Manni“ Pertl, der seit 75 Jahren dem Verein angehört und in den frühen 50er Jahren aktiver Fußballer war.

Bürgermeister Christoph Schneider zollte Lob und Anerkennung, wies auf Zukünftiges hin: Tennisplatzverlegung, Ausbau der Staatsstraße und die damit verbundenen Möglichkeiten zum Erreichen der Sportstätten. Wertvoll sei, so der Bürgermeister, auch die neue Besetzung des Gemeinderates, in dem Verantwortliche aus dem Vereinsgeschehen mit Mandat eingebunden sind, sodass sich künftig ein kurzer Weg abzeichne.

Bericht und Fotos: Thomas Schwitteck


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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