Natur & Umwelt

BGL Milchwerke und Mangfalltal

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Da Kuah auf da Spur: Neue Touren zeigen, wie Bio-Land-wirtschaft und das Münchner Trinkwasser zusammengehören Das Tourenprojekt der Molkerei Berchtesgadener Land rückt mit zwei neuen Routen das Mangfalltal sowie das Wasserschloss Reisach in den Mittelpunkt

Piding, 21.05.2026: Mit dem Projekt „Da Kuah auf da Spur“ macht die Molkerei Berchtes-gadener Land seit 2025 die Herkunft ihrer Milch zwischen Watzmann und Zugspitze erlebbar. Die ersten Touren waren Wanderrouten im Berchtesgadener Land und im Chiemgau. Nun wächst das Tourenangebot weiter: Zwei neu entwickelte Wander- und Radrouten füh-ren durch das Mangfalltal und erzählen die Geschichte einer der wichtigsten Lebensadern Oberbayerns. Im Zentrum stehen das Wasserschloss Reisach und das Mangfalltal als Schlüs-sel für die Trinkwasserversorgung der Landeshauptstadt München – und damit ein oft über-sehener Zusammenhang zwischen Bio-Milch und sauberem Trinkwasser.

Was auf den ersten Blick wie ein idyllisches Voralpengewässer wirkt, ist in Wahrheit Teil eines hochsensiblen Systems. Das Mangfalltal speist mit rund 75 Prozent einen Großteil des Münch-ner Trinkwassers, und das schon seit über 140 Jahren. Seit über 30 Jahren schützen die Stadt-werke München das Einzugsgebiet konsequent durch die Unterstützung der landwirtschaftli-chen Betriebe bei der Umstellung auf ökologische Wirtschaftsweise. 44 Betriebe liefern ihre Na-turland-Bio-Milch an die Molkerei Berchtesgadener Land. Genau hier setzen die neuen Touren an. Sie führen entlang historischer Wasserbauten, durch Wiesen und Wälder, die zugleich Nutz-fläche und Schutzraum sind, und zeigen auf, was nachhaltige, ökologische Landwirtschaft mit höchster Trinkwasserqualität zu tun hat.
Das Wasserschloss Reisach markiert dabei einen zentralen Punkt. Von hier aus wird das Wasser gefasst und über ein ausgeklügeltes System Richtung München geleitet. Die Highlights der Tou-ren erklären, wie Quellschutzgebiete funktionieren, warum Landwirte hier auf mineralische Düngemittel und Pflanzenschutzmittel verzichten und welche Rolle die Bio-Landwirtschaft im Mangfalltal dabei spielt. Fachbegriffe wie „Wasserschutzgebiet“ oder „Extensivierung“ werden vor Ort und digital eingeordnet: Biologisch wirtschaften heißt hier, weniger Ertrag zugunsten von Boden, Wasser und Artenvielfalt zu akzeptieren – ein Prinzip, das seit Jahrzehnten die Grundlage für die hohe Qualität und Reinheit des Münchner Trinkwassers bildet.

Gleichzeitig bleiben die neuen Routen dem Kern von „Da Kuah auf da Spur“ treu. Sie verbinden Bewegung in der Natur mit Wissen über regionale Landwirtschaft. Die Pflege der Kulturland-schaft durch die Bio-Bauern der Molkerei Berchtesgadener Land sichert damit nicht nur beste Bio-Milchqualität, sondern auch die Reinheit des Wassers. Dieser Zusammenhang ist es, den das Projekt sichtbar und auf den Wegen erlebbar macht. Seit dem Start des Projekts im Jahr 2025 hat sich „Da Kuah auf da Spur“ als Brücke zwischen Stadt und Land etabliert. Die ersten Touren im Berchtesgadener Land und im Chiemgau führen auf Almen und durch Berglandschaften, erklären Almwirtschaft, Biodiversität und alpine Kultur. Die neuen Mangfalltal-Routen schlagen nun ein weiteres Kapitel auf. Sie zeigen, dass Trinkwas-serschutz und Bio-Milch zusammengehören und landwirtschaftliche Verantwortung nicht an der Stalltür endet, sondern ganze Regionen umfasst – vom Berg bis in die Wasserhähne der Groß-stadt. Alle Touren sind frei zugänglich und digital aufbereitet. Sie richten sich an Wandernde, Rad-fahrende und alle, die regionale Zusammenhänge besser verstehen möchten. Mit jedem Schritt wird deutlich: Wertvolle Bio-Milchprodukte von Berchtesgadener Land und reines Münchner Trinkwasser haben denselben Ursprung – das Mangfalltal – eine Landschaft, die mit Respekt genutzt wird.

Die Wandertouren, sowie die neue Fahrradtour bedienen verschiedene Schwierigkeits-grade und sind auf der Homepage der Molkerei Berchtesgadener Land und auf komoot zu finden.

Bericht und Bilder: Milchwerke BGL


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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