Wirtschaft

Auftragsplus im Bauhauptgewerbe

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Ende März 2026 beträgt der Auftragsbestand im bayerischen Bauhauptgewerbe nominal 18,34 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung um 4,3 Prozent gegenüber dem Wert des Vorjahres. Dabei erhöht sich der Tiefbau preisbereinigt seit 2021 um rund 40 Prozent, während der Auftragsbestand im Wohnungs- und Hochbau zuletzt stagniert.

Schweinfurt. Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik verzeichnet das bayerische Bauhauptgewerbe Ende März 2026 Auftragsbestände von insgesamt
18,34 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahreswert entspricht dies einem Plus von
754 Millionen Euro bzw. 4,3 Prozent.

Wohnungsbau: Leichte Erholung, aber weiter verhalten

 - Öffnet große Ansicht

Der Wohnungsbau legt im Vorjahresvergleich nominal um 2,8 Prozent auf einen Bestand von über drei Milliarden Euro zu. Preisbereinigt bewegt sich der Auftragsbestand jedoch nahezu auf Vorjahresniveau (+0,3 Prozent). Seit 2021 ist insgesamt eine Phase rückläufiger bzw. stagnierender Entwicklungen zu beobachten. Aktuell erreichen die Hochbausparten preisbereinigt lediglich etwa 75 Prozent des Durchschnittsniveaus des Basisjahres 2021.

Tiefbau: Deutliche Zuwächse seit 2021
Demgegenüber zeigt der Tiefbau eine anhaltend dynamische Entwicklung: Im ersten Quartal 2026 liegt der preisbereinigte Auftragsbestand 40,6 Prozent über dem Wert des Basisjahres 2021.

Regionale Entwicklung
In sechs der sieben bayerischen Regierungsbezirke steigen die Auftragsbestände gegenüber dem Vorjahr. Die nominalen Zuwächse liegen dabei in Oberbayern, der Oberpfalz, Oberfranken und Unterfranken im niedrigeren einstelligen Bereich zwischen 0,4 und 2,4 Prozent. Zweistellige Zuwächse werden in Schwaben mit 15,7 Prozent und in Mittelfranken mit 26,1 Prozent realisiert. Ein Bestandsrückgang wird in Niederbayern um knapp ein Prozent verbucht.

Auftragsbestand je Betrieb
Insgesamt wurden 1 756 Betriebe in die Erhebung einbezogen. Der durchschnittliche Auftragsbestand pro Betrieb betrug damit 10,4 Millionen Euro gegenüber 10,1 Millionen Euro im Vorjahresmonat. Das entspricht einem nominalen Anstieg von rund drei Prozent

 - Öffnet große Ansicht

Hinweise:
Die Berichterstattung basiert auf den Ergebnissen der vierteljährlichen Erhebung des Auftragsbestands im Bauhauptgewerbe. Im Rahmen dieser Quartalserhebung werden die bauhauptgewerblichen Betriebe von rechtlichen Einheiten mit 20 oder mehr tätigen Personen befragt.

Mehr Ergebnisse enthält der Statistische Bericht, der (voraussichtlich) in KW 23 erscheint: „Baugewerbe in Bayern im ersten Quartal 2026“. Download als .pdf unter: https://www.statistik.bayern.de/statistik/bauen_wohnen/baugewerbe

Bericht: Bayerisches Landesamt für Statistik – Foto: Hötzelsperger 


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

Beiträge und Fotos sind urheberrechtlich geschützt!