Kürzlich trafen sich die Verbandräte im Landgasthof ‚Alte Zollstation‘ in Pittenhart zur diesjährigen Verbandsversammlung. Der 1. Verbandsvorsitzende Josef Reithmeier begrüßte die anwesenden Verbandsräte und Zuhörer und ging nach Zustimmung aller Verbandsmitglieder zur Niederschrift der letzten öffentlichen Versammlung vom 04.06.2025 zur Vorstellung des Wirtschaftsplanes 2026 über.
Im dem, den Räten vorliegenden Wirtschaftsplan sind im Erfolgsplan die Aufwendungen mit je 1.446.900 Euro und dem Vermögensplan die Summen der Einnahmen und Ausgaben mit je 630.000 Euro aufgeführt. Kreditaufnahmen für Investitionen und Investition-Förderungsmaßnahmen werden nicht festgestellt ebenso nicht Verpflichtungsermächtigungen im Vermögensplan. Eine Verwaltungs- und Investitionsumlage wird nicht erhoben und in § 5 der Haushaltssatzung für das Wirtschaftsjahr 2026 wird der Höchstbetrag der Kassenkredite zur rechtzeitigen Leistung von Ausgaben auf eine Summe von 240.000 Euro festgesetzt. Die Verbandsräte haben einstimmig der Haushaltssatzung zugestimmt, die mit dem 01. Januar 2026 in Kraft tritt.
Einstimmig haben die Verbandsräte auch die Feststellung des Jahresabschlusses 2024 und die Entlastung der Jahresrechnung 2024 beschieden. Der Prüfungsausschuss führte Anfang Oktober 2025 die örtliche Rechnungsprüfung der Jahresrechnung 2024 durch. Bürgermeister Johann Schmidhuber gab bekannt, dass keine Beanstandungen zu verzeichnen sind. Nach Verrechnung des Bilanzverlustes vom Vorjahr in Höhe von knapp 52.000 Euro und des Jahresgewinnes von 107.446,46 Euro beträgt das Eigenkapital 1.946.583,54 Euro. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen nicht vor und von der Steuerberatungsgesellschaft mbH Plank aus Pfarrkirchen wurde festgestellt, dass die Finanzlage als gut bezeichnet werden kann.
Abgabe des Wasserentnahmeentgelts am Juli 2026
Der bayerische Ministerrat zum Zweck des Wasserschutzes und einer nachhaltigen Wasserbewirtschaftung hat die Erhebung eines sogenannten „Wassercent“ beschlossen. Ab 01. Juli 2026 werden je Kubikmeter Wasser 10 Cent an den Freistaat Bayern. Die Wassermenge wird nach der tatsächlich entnommenen Wassermenge im Kalenderjahr und der Betrag ist dann im Folgejahr zu entrichten. Das Wasserentgelt wird auf die Wasserabnehmer umgelegt. Der Werkausschuss hat in seiner Sitzung im März 2026 diese Maßnahme beraten und empfiehlt, die Beibehaltung des Kalkulationszeitraumes bis Ende 2026. Daraufhin hat sich unter den Verbandsräten eine rege Diskussion entwickelt, Punkte wie, werden die 10 Cent pro Kubikmeter für die geförderte Menge abgerechnet, was in der Umlage für den Endverbraucher eine Erhöhung von ca. 12 Cent pro Kubikmeter bedeutet. Die Abgabe des Wasserentnahmeentgeltes wird bei der nächsten regulären Kalkulation berücksichtigt und es ist mit einer unabdingbaren Erhöhung des Wasserpreises in 2027 zu rechnen.
Stromliefervertrag ab Januar 2027
Im laufenden Wirtschaftsjahr ist ein neuer Stromlieferungsvertag abzuschließen, der dann max. für drei Jahre Gültigkeit hat. Bis 2021 wurden von drei Stromanbieter die Angebote eingeholt. Aufgrund der sehr dynamischen Stromentwicklung wurden für den Vertrag bis 2023 und dann erneut bis 2026 nur die Stadtwerke Rosenheim gebeten, den Markt zu beobachten und ein Angebot zu unterbreiten. Die Verbandsversammlung beschließt nun, dass der Verbandsvorsitzende, zusammen mit der Verwaltung sechs Angebote für die Stromlieferung einholen, auszuwerten und die entsprechenden Lieferverträge beim günstigsten Anbieter unterzeichnen soll.
Nachgeholt wird die Beschlussfassung für einige Formalitäten, wie die erste Änderung der Zweckvereinbarung zwischen dem Zweckverband und der Gemeinde Babensham bezüglich der Streichung der Anwesen Titlmoos 27 und 28 in der Gemeinde Babensham, die erste Änderung der Zweckvereinbarung mit der Taufkirchner Gruppe mit der Erweiterung des Anwesens Zeiling 4a in der Gemeinde Taufkirchen, wie auch die erste Änderung der Zweckvereinbarung mit der Schonstetter Gruppe, was die Erweiterung um die Anwesen Taiding 3 und 11, sowie Attwies 4a betrifft.
Weiters hat der Vorsitzende Reithmeier den Verbandsräten den neuen Mitarbeiter des Zweckverbandes, Fahri Anda vorgestellt. Fahri Anda ist gelernter Anlagenmechaniker und ist seit 01. Januar 2026 beim Zweckverband als zusätzlicher Wasserwart angestellt. Abschließend des öffentlichen Teils der Versammlung teilt Reithmeier den Verbandsräten mit, dass im Wirtschaftsjahr 2025 der Wasserverlust über 17 Prozent betrug. 2024 belief sich der Wasserverlust auf knapp 22 Prozent. Das Rohrnetz konnte im Jahr 2025 gebietsweise auf Wasserverluste überprüft werden und 29 Rohrbrüche behoben werden. Im Jahr 2026 wird diese Überprüfung fortgesetzt.
Text und Foto: Emmy Künzner-Hingerl – Die bisherigen Verbandsräte inkl. Verbandsvorsitzender bleiben bis zur konstituierenden Sitzung des Zweckverbands im Amt. Die Zusammensetzung der zukünftigen Verbandsräte ergibt sich aus den konstituierenden Sitzungen der einzelnen Gemeinderäte im Verbandsgebiet.




