Zunehmende Trockenheit, mehr Stürme und größerer Schädlingsdruck – das sind ein paar der wachsenden Herausforderungen, die der Klimawandel für unsere Wälder mit sich bringt. Nicht zuletzt aus diesen Gründen ist hervorragendes praktisches Fachwissen dringend nötig beim Bewirtschaften eines Waldes: Die Bayerische Forstverwaltung bietet Waldbesitzern deswegen ein flächendeckendes Fortbildungsangebot.
Dazu Forstministerin Michaela Kaniber: „Unsere Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Schutz und zur Pflege unserer Heimat. Mit gezielten Schulungen wollen wir sie unterstützen, ihnen Tipps für sichere Waldarbeit an die Hand geben und erforderliches Wissen vermitteln, damit sie ihre Wälder fit für die Zukunft machen können.“
Im Herbst starten die 32 Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten wieder Fachkurse wie „Sichere Waldarbeit“, „Pflanzung“ oder „Jungbestandspflege“. Daneben vermittelt das „Bildungsprogramm Wald (BiWa)“ als eigene Fortbildungsreihe für interessierte, aber bisher unerfahrene Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer die wichtigsten Grundlagen der Waldbewirtschaftung.
Die Veranstaltungen reichen von Waldbegängen und Fachvorträgen über praktische Übungen im Wald bis hin zu Online‑Seminaren. Das Angebot ist größtenteils kostenfrei. Die Kurse sprechen sowohl Neueinsteiger als auch erfahrene Praktiker an und bieten Raum für Erfahrungsaustausch. Einige Ämter organisieren zudem spezielle Angebote für Waldbesitzerinnen. Für eine vertiefende Qualifizierung und die berufliche Fort- und Ausbildung bietet außerdem die Bayerische Waldbauernschule in Kelheim Waldfach- und Technikkurse nach dem Prinzip „Aus der Praxis – für die Praxis“ an.
Mit jährlich rund 14.000 Fortbildungsteilnehmern, kostenloser Beratung und dem waldbaulichen Förderprogramm trägt die Bayerische Forstverwaltung dazu bei, Privat‑ und Körperschaftswälder klimastabil für die Zukunft aufzustellen. Ein weiteres Kursthema neben der Waldbewirtschaftung im Klimawandel: Das Vermeiden von Unfällen, denn die Arbeit im Wald, insbesondere mit der Motorsäge, gehört zu den gefährlichsten und anstrengendsten. Laut der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forst und Gartenbau (SVLFG) ereigneten sich in den vergangenen Jahren deutschlandweit jeweils rund 5.000 meldepflichtige Arbeitsunfälle in der Forstwirtschaft, hinzukommen jeweils rund 35 tödliche Unfälle bei der Waldarbeit. Aus diesem Grund steht das Thema Unfallverhütung in den Kursen im Fokus.
Interessierte Waldbesitzer finden die Veranstaltungen auf den Seiten der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und auf der zentralen Plattform www.weiterbildung.bayern.de – Rubrik Wald & Forstwirtschaft. Dort können sie sich direkt für einen Kurs anmelden. Kursprogramm und Online-Buchung der Waldbauernschule sind unter https://www.waldbauernschule.bayern.de/ verfügbar.
Bericht: Bayerisches Landwirtschaftsministerium / Tobias Hase/StMELF


