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Neue Film-Dokumentation zu Ludwig II.

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

König Ludwig II., seit 140 Jahren ein Rätsel?  – Hier fand Ludwig II am 13.6.1886 im Starnberger See den Tod.

„Ein ewig Räsel will ich bleiben“. So beschreibt König Ludwig II. seine Erwartung nach dem Tod. Aber dabei hat er nicht mit Leuten gerechnet, die auf seinen Spuren recherchieren. 2016 kam das große Erwachen, als das Bayerische Hauptstaatsarchiv Ludwigs Hilferuf- Brief veröffentlicht hat, den er 3 Tage vor seinem Tod geschrieben hat. Damit war zum ersten mal völlig klar: Er ist immer zu Unrecht für verrückt erklärt worden. Sein Brief beginnt mit den Worten:“ Unerhörtes ist geschehen“. Damit meint er den Versuch, ihn entmündigen zu lassen. Das schlug zwar im ersten Anlauf fehl. Doch bereits 2 Tage später wurde es Wirklichkeit. Zusammen mit dem Psychiater Dr. Gudden und 5 Irrenwärtern wurde ihm seine Absetzung erklärt. Was darauf folgte, die Einweisung in das Schloß Berg am Starnberger See.

Peter Gauweiler hat für den Sammelband „Bernhard von Gudden“einen Beitrag zur juristischen Sicht der Entmündigung des Königs geschrieben: „Was wir heute sicher wissen, ist, dass die von 5 Ministern am 10. Juni inszenierte Entmündigung des Königs willkürlich war und gegen damals  geltende Gesetze verstieß“.

Auch der Münchner Filmregisseur Kaus Bichlmeier hat der Hilferuf-Brief dazu bewegt, seine Doku über Ludwig II als Film zu drehen. War es Mord? War es Selbstmord? Bei der Beantwortung dieser Fragen ist er auf insgesamt 4 Nachfolgern von Zeitzeugen gestoßen, die aus Familienüberlieferung berichten können. Dabei ist er 2026 auf einen älteren Herrn Namens Achim Salcher gestoßen. Er war als junger Kerl regelmäßig am Chiemsee zum Segeln. Und  1960 war eines Tages in die Dorfwirtschaft in Breitbrunn ein alter Greis gekommen, der in jungen Jahren Laibkutscher des Königs war. Er erzählte: „Ich bin reichlich alt und will einen alten Schwur brechen. Ich sollte nie über die Todesnacht von Ludwig II sprechen. Aber bevor ich sterbe, muss ich allen mitteilen: Ich wartete auf den König mit einer Kutsche, um ihn dann nach Österreich zu bringen. Aber der König kam nicht, weil er auf der Flucht auf einem Fischerboot erschossen wurde.“

Diese Geschichten hat Klaus Bichlmeier zu einer Doku zusammengefasst. Die Filmpremiere wird am 14.6.2026 im Donisl am Marienplatz in München stattfinden. Es gibt 2 Vorstellungen: 13.30 und 15.30 Uhr. Der Eintritt kostet € 10,– Karten werden verkauft über : okticket.de.

Bericht und Bilder: Klaus Bichlmeier


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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