Landrat Alfred Holzner und Oberbürgermeister Dr. Thomas Haslinger haben sich zum ersten Austausch getroffen
Stadt und Landkreis Landshut gemeinsam erfolgreich in die Zukunft führen – dieses Ziel teilen der neue Landrat Alfred Holzner und der neue Oberbürgermeister Dr. Thomas Haslinger. Daher trafen sie sich nur wenige Tage nach ihrem Amtsantritt zu einem umfassenden Austausch, in dem bereits erste Weichenstellungen für die künftige Zusammenarbeit vorgenommen wurden.
Die Liste der gemeinsamen Projekte ist lang – die Mitgliedschaft im Münchner Verkehrsverbund (MVV), der Berufsschulzweckverband, eine umfassende Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft und Tourismus, vor allem anderen aber: die Krankenhäuser. Eine optimale, möglichst wohnortnahe stationäre Gesundheitsversorgung dauerhaft zu sichern, ist Landrat und OB ein Herzensanliegen. Sowohl Haslinger als auch Holzner beteuerten, an allen Standorten innerhalb des Verbundes der LA-Regio-Kliniken festzuhalten zu wollen – sowohl im Stadtgebiet mit den drei Häusern Achdorf, Mitte und dem Kinderkrankenhaus, als auch im Landkreis Landshut mit der Schlossklinik Rottenburg und dem Krankenhaus Vilsbiburg. Dabei müssten allerdings die konkreten Auswirkungen der vom Bundestag im März beschlossenen Anpassung der Krankenhausreform abgewartet werden, so Holzner und Haslinger. “Wir wissen natürlich, dass wir angesichts der Krankenhausreform und der extremen Kostensituation mittelfristig Veränderungen vornehmen müssen”, so Landrat und OB. Ein erster, entscheidender Schritt sei jedoch bereits getan: “Die Fusion zu den LA-Regio-Kliniken durch unsere Vorgänger Alexander Putz und Peter Dreier war goldrichtig.“
Ein weiteres Projekt steht auch schon in den Startlöchern: Stadt und Landkreis Landshut beabsichtigen, sich gemeinsam als Modellregion für Bürokratieabbau zu bewerben. „Wir stecken mit unseren Mitarbeitern mögliche Handlungsfelder ab.” Das Bayerische Modellregionengesetz, das am 16. Mai in Kraft treten wird, sieht vor, dass ausgewählte Kommunen befristet von bestimmten landesrechtlichen Vorgaben abweichen können, um unbürokratische, schnellere und bürgernähere Verfahren praktisch zu erproben. „Genau das ist unser Ziel: Verwaltungsarbeit effizienter zu gestalten, ohne langwierige landesrechtliche Vorgaben“, erklärten Landrat und Oberbürgermeister.
Ebenfalls auf der Agenda sind die Schaffung von Arbeitsgelegenheiten für Asylsuchende und Grundsicherungsempfänger (ehemals Bürgergeld), ganz im Sinne von „Fördern und Fordern“, wie Haslinger und Holzner einhellig betonten. Dabei wollen die Politiker versuchen, eigene Möglichkeiten auszuschöpfen, aber auch Gemeinden und Unternehmen ins Boot holen, um diese Menschen in Arbeit zu bringen. „Unsere Region ist weiter wirtschaftlich stark, viele Unternehmen suchen weiter dringend nach Personal in unterschiedlichen Qualifikationsebenen. Gleichzeitig sind wir auch der Meinung, dass diese Menschen auch ihren Beitrag gegenüber der Solidargemeinschaft leisten müssen.“
Bericht und Foto: LRA Landshut – Die Region Landshut gemeinsam erfolgreich weiterentwickeln – das ist das erklärte Ziel des neuen Landshuter Oberbürgermeisters Dr. Thomas Haslinger (links) und des neuen Landrates des Landkreises Landshut, Alfred Holzner, bei ihrem ersten Austauschtreffen im Landratsamt.



