Der G.T.E.V. „Loisachtaler“ Maxkron blickt im Jahr 2026 auf 125 Jahre Vereinsgeschichte zurück. Seit der Gründung im Jahr 1901 durch 14 Mitglieder in der Gastwirtschaft Maxkron ist der Verein fest im kulturellen Leben der Stadt Penzberg sowie im Loisachtaler Gauverband verwurzelt und trägt bis heute wesentlich zur Pflege und dem Erhalt von Tracht, Tanz und Brauchtum bei.

Bereits früh wurde der Verein in überregionale Strukturen eingebunden. Im Jahr 1903 erfolgte die Aufnahme in den Oberlandler Gauverband. Ein erster bedeutender Schritt für die Außendarstellung des Vereins war die Fahnenweihe im Jahr 1904 unter Vorstand Johann Krippner, die den Beginn einer sichtbaren Vereinsidentität markierte.

Im weiteren Verlauf entwickelte sich der Verein kontinuierlich weiter und war früh in die Entstehung des heutigen Loisachtaler Gauverband eingebunden. So gehörte der Verein 1919 zu den Gründungsmitgliedern des Loisachtaler Gauverband in Penzberg und nahm damit eine zentrale Rolle in der regionalen Trachtenbewegung ein.

Auch die Teilnahme und Ausrichtung von Gaufesten prägt die Vereinsgeschichte bis heute. Bereits 1924 fand ein Gaufest in Penzberg statt, an dem der Verein beteiligt war. Besonders hervorzuheben ist das 14. Loisachgaufest im Jahr 1933 in Nantesbuch, bei dem der Verein mehrere Auszeichnungen in den Bereichen Tracht und Tanz erringen konnte. Ein weiterer Höhepunkt war das 16. Loisachgaufest 1936 in Penzberg, das in Verbindung mit dem 35-jährigen Gründungsfest des Vereins stand. Richtungsweisend war auch der Zusammenschluss der drei Vereine „Wendelstoaner“Nantesbuch, „Alpenrose“ Maxkron und „Loisachtaler“ Maxkron zur Trachtengemeinschaft Maxkron im Jahr 1938.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Vereinsleben wieder aufgebaut. Ein bedeutender Schritt war die erneute Festigung der Vereinsstrukturen im Jahr 1948 sowie die Wiederaufnahme der aktiven Brauchtumspflege. Die große 50-Jahr-Feier mit Fahnenweihe im Jahr 1951 stellte dabei einen zentralen Meilenstein dar und wurde im würdigen Rahmen begangen. Zum 50-jährigen Stadtjubiläum von Penzberg im Jahr 1969 beteiligte sich die Loisachtaler Maxkron mit einem Festwagen und Floß am Festzug. Gleiches galt für die folgenden Stadtjubiläen zum 75- jährigen Bestehen im Jahr 1994 sowie zum 100-jährigen Jubiläum 2019. Besonders hervorzuheben ist die Ausrichtung des 49. Loisachgaufestes im Jahr 1976 in Penzberg in Verbindung mit dem 75-jährigen Gründungsjubiläum. Mit zahlreichen teilnehmenden Vereinen und Musikkapellen wurde hierbei ein eindrucksvolles Zeichen gelebter Trachtlergemeinschaft gesetzt.

Ein weiterer wichtiger Abschnitt war die Fahnenweihe der heutigen Vereinsfahne im Jahr 1978, die unter Mitwirkung des Patenvereins „Barmstoana“ Benediktbeuern stattfand und bis heute das sichtbare Symbol des Vereins darstellt. Auch in jüngerer Zeit bleibt der Verein eng in das Gaugeschehen eingebunden. So beteiligte sich der G.T.E.V. „Loisachtaler“ Maxkron unter anderem am 88. Loisachgaufest 2015 sowie dem 95. Loisachgaufest 2025 in Penzberg. Das bevorstehende 125-jährige Gründungsfest am Sonntag, den 30. August 2026 beginnt mit dem Empfang der Vereine auf dem Volksfestplatz in Penzberg. Nach dem Festgottesdienst folgt der gemeinsame Festzug. Anschließend stehen das Jubiläumsprogramm mit Ehrentänzen sowie musikalische Darbietungen auf dem Festgelände im Mittelpunkt. Den Festausklang gestaltet eine Tanzlmusi in geselliger Weise.

Die Loisachtaler Maxkron freuen sich, dieses besondere Fest gemeinsam mit vielen Gästen begehen zu dürfen. Alle Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, mit der Trachtengemeinschaft schöne und gesellige Stunden im Zeichen von Brauchtum, Tradition und Gemeinschaft zu verbringen.

Weitere Information über den Verein Loisachtaler Maxkron bzw. dem 125-jährige Gründungsfest auf www.loisachtaler-maxkron.de.

Text und Bildmaterial: Stefan Jäger / G.T.E.V. Loisachtaler Maxkron e.V.

Anhang: Festschrift


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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