Kultur

Konzert der Musikkapelle Marquartstein

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Ein besonderes Highlight im Musikjahr ist das Jahreskonzert der Musikkapelle Marquartstein in der Sporthalle der Achental Realschule. Die Halle präsentierte sich in festlichem Ambiente mit Blumenschmuck, stimmungsvoller Dekorationen und einer Bar. Horst Lehnert begrüßte das zahlreich erschienene Publikum auf launige Weise.

Den Auftakt gestaltete die junge Bläserklasse der Grundschule Marquartstein unter der Leitung von Rupert Kamhuber mit der „Fanfare“ und ihrem ersten öffentlichen Auftritt. Den haben die jungen Dirndl bestens gemeistert und auch noch zwei weitere Stücke präsentiert. „Tomaten und Petersilie“ in einem Arrangement von Matthias Linke sowie den „Beetle Blues“ des niederländischen Komponisten Jacob de Haan, bei dem sie Unterstützung vom Schlagzeug erhielten.

Keine Nachwuchssorgen für die Musikkapelle

Es folgte der Auftritt der Jugendkapelle, eine Gemeinschaft aus jungen Musikern aus Reit im Winkl, Marquartstein und Grassau. Bereits mit ihrem ersten Stück „Music for Happiness“ einem Konzertwerk mit Soloeinlagen des österreichischen Komponisten Gerald Oswald, vermittelte das Ensemble eindrucksvoll die Botschaft der Freude am gemeinsamen Musizieren. Die positive Stimmung setzte sich mit „I’m a Believer“ von Neil Diamont fort, (geschrieben 1966 für die Monkees) bevor das Medley „Movie Milestones“ mit bekannten Filmmusik-Themen das Publikum begeisterte. Der Applaus führte schließlich zu einer Zugabe: „Seven Nation Army“ von Jack White.

Musikalische Vielfalt auf hohem Niveau

Mit der Erkennungsmelodie des Grand Prix der Volksmusik 2010 „So schön ist Blasmusik“ (Erich Brecht) eröffnete die Musikkapelle Marquartstein ihren Programmteil. Das Stück zeigte eindrucksvoll die Bandbreite und Ausdruckskraft des Orchesters – von kraftvollen bis hin zu fein nuancierten Klängen. Dirigent Konrad Müller und seine Musiker machten damit deutlich, dass ein abwechslungsreicher Konzertabend bevorstand. Beim Konzertmarsch „Abel Tasman“ von Alexander Pfluger wurden die Zuhörer auf eine klangliche Reise nach Tasmanien mitgenommen. Ebenso begleitete der Konzertwalzer „Sagen aus Alt-Innsbruck“ von dem Tiroler Professor Sepp Tanzer einen gedanklichen Spaziergang durch die Stadt, mal langsam mal schnell.

Ein besonderer Höhepunkt waren die Trompetensoli in „Trompetensterne“, bekannt aus dem Repertoire der Egerländer Musikanten. Konrad Müller, Christian Memminger, Thomas Wagner und Maximilian Worch überzeugten sowohl solistisch als auch im Zusammenspiel. Mit der Polka „Grenzenlos“ von Peter Leitner wurden die Gäste beschwingt in die Pause entlassen. Mit ausgesuchten Schmankerln konnten sie sich stärken für den zweiten Teil des Jahreskonzerts.

Zweiter Konzertteil mit mitreißenden Klängen

Mit dem Titel „Patria – Aria for Winds“ (Thiemo Kraas) wurde Heimatverbundenheit in Tönen ausgedrückt, mit kleinen kammermusikalischen Elementen als auch großen Tutti Passagen. Erinnerungen an die Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer 1998 in Paris weckte das Stück „Carnaval de Paris“ (Paul Spencer und Scott Rosser) mit ganz ungewohnten Klängen. Daran schloss sich ein Medley „The Blues Brothers Revue“ (Jay Bocook) mit einem Rhythmus, bei dem die Füße einfach mitwippen mussten.

Mit traditioneller Blasmusik und dem Welterfolg „Amsel-Polka“ (Jaromir Vejvoda) ging es weiter, von Tobi Reiser dem Älteren wurde das bekannteste Werk „Maxglaner Zigeunermarsch“ gespielt. Ein weiterer Klassiker war die böhmische Polka, die sich mit dem Titel „Die Liebste“ (Jaroslav Tvrdy) in die Herzen der Zuhörer spielte. Das letzte Stück musste natürlich ein zünftiger Marsch sein, vom Komponisten Georg Freundorfer, der erst Bierbrauer lernte und später Zitherspieler und Komponist wurde, gab es das Stück „Gruß an Oberbayern“. Der Applaus wollte nicht enden und so gab es noch zwei Zugaben.

Charmant und mit viel Humor führte Caroline Egger durch das Programm und bereicherte den Abend mit interessanten Hintergrundinformationen.

Ausblick  –  Die nächsten Auftritte der Musikkapelle Marquartstein sind zu sehen und zu hören am Freitag, 8. Mai um 19.30 Uhr am Musikpavillon zusammen mit der Achentaler Holzblech-Blos’n und am Mittwoch, 20. Mai um 19.30 Uhr am Chiemgaustüberl der Chiemgauklinik, jeweils mit einem Standkonzert.  wun

Text und Fotos:  Sybilla Wunderlich

Bild 2386 Trompetensoli der Musikkapelle Marquartstein

Bild 2387+93  +2413 Musikkapelle Marquartstein bei ihrem Auftritt zum Jahreskonzert

 

 

 

 

 

 

 

 


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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