Leitartikel

„Bergbauern erleben“ im Deutschen Museum

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Seit Jahrhunderten bewahren Bergbauernbetriebe in den bayerischen Alpen und Voralpen durch ihre Bewirtschaftung eine einzigartige Kultur- und Naturlandschaft. Heute sind es rund 2.100 Betriebe, die authentische Produkte wie Bergkäse oder Sennalpkäse erzeugen. Jetzt zeigt die Sonderausstellung „Bergbauern erleben“ im Deutschen Museum in München das Leben auf den Almen und Alpen. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber würdigte bei der Eröffnung der multimedialen Schau die Leistung der Bergbauernfamilien und ihrer kleinen Höfe:

„Diese unvergleichlich schöne Landschaft ist durch harte Arbeit der Bergbauern geschaffen und wird mit viel Fleiß und Herzblut von ihnen erhalten; und zwar immer im Spannungsfeld von mühseliger Arbeit im Einklang mit der Natur, moderner Technik und traditionellen Arbeitsweisen.“

Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt des preisgekrönten oberbayerischen Fotografen Klaus Einwanger und der Privatkäserei Bergader mit Firmensitz in Waging am See. Ministerin Kaniber bezeichnete die Sonderausstellung als ausgezeichnete Möglichkeit, „das Leben und Wirken der Bergbauern im Freistaat authentisch zu erleben.“ Fotograf Einwanger habe die Menschen und ihre Arbeitswelt ehrlich und empathisch mit der Kamera eingefangen. Gleichzeitig betonte die Ministerin, dass das in der Ausstellung festgehaltene Leben der Bergbauern „nur möglich ist und bleibt, wenn es wirtschaftlich tragfähig ist. Die Landwirte müssen von ihrer Arbeit leben können.  Zum Erhalt von Almen und Bergwiesen gehört mehr als nur schöne Worte“, so die Ministerin. Deshalb unterstütze die bayerische Staatsregierung die Berglandwirtschaft finanziell und in Bezug auf die Ausbildung.“

Insgesamt flossen im Jahr 2025 rund 33 Millionen Euro an Fördermitteln ausschließlich in die Alm-/Alpwirtschaft – das ist eine Million Euro mehr als im Jahr zuvor. Außerdem sind die vier Akademien für Alm- und Alpwirtschaft passgenau auf Hofnachfolger aus kleinstrukturierten Bergbauernbetrieben zugeschnitten und ermöglichen ihnen eine Zweitausbildung zum Landwirt.

Die Sonderausstellung im Bereich Landwirtschaft und Ernährung des Deutschen Museums läuft bis zum 31. Mai 2026. Ermöglicht worden ist sie durch Unterstützung des Cluster Ernährung, der Netzwerkplattform der bayerischen Ernährungswirtschaft.

Bericht und Foto: StMELF / Judith Schmidhuber – Bild zeigt Staatsministerin Michaela Kaniber gemeinsam mit Klaus Einwanger (GF KME Studios; 1.v.l.), Felix Kress (Geschäftsführender Gesellschafter Bergader; 2.v.l.), Kathi Schreyer (Landwirtin; 3.v.l.), Generaldirektor Prof. Dr. Michael Decker (Deutsches Museum; 5.v.l.) sowie Nikolaus Schreyer (Landwirt; 6.v.l.) bei der Eröffnung der Sonderausstellung „Berbauern erleben“ im Deutschen Museum.

 


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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