Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber trifft Vizemarschallin Natalia Gołąb – gemeinsamer Fokus auf Landwirtschaft, Klimaanpassung und europäische Partnerschaft
Bayerns Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus, Michaela Kaniber, und die Vizemarschallin für Landwirtschaft der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen, Natalia Gołąb, sind in Ansbach zu einem politischen Gespräch zusammengekommen. Im Mittelpunkt standen die Zukunft der ländlichen Räume, klimaresiliente Landschaften, ökologische Landwirtschaft sowie der weitere Ausbau der Beziehungen zwischen Bayern und Niederschlesien.
Das Gespräch fand am Rande der Fachtagung „Land.Leben.Tourismus“ statt und knüpft an die Gemeinsame Absichtserklärung an, die der Freistaat Bayern und Niederschlesien am 24. Juli 2024 in München unterzeichnet haben. Diese Vereinbarung bildet den politischen Rahmen für eine vertiefte Zusammenarbeit in zentralen Zukunftsfragen – von Landwirtschaft und Tourismus bis hin zu Wissenschaft und Innovation. Beide Seiten bekräftigten ihren Willen, die bilateralen Beziehungen weiter mit Leben zu füllen und konkrete Projekte anzustoßen, die den Menschen in beiden Regionen unmittelbar zugutekommen.
Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber betonte nach dem Gespräch: „Bayern und Niederschlesien zeigen, wie europäische Zusammenarbeit praktisch funktioniert: nah an den Menschen, nah an den Regionen und mit klarem Blick auf die Zukunft unserer ländlichen Räume. Gerade in herausfordernden Zeiten brauchen wir starke Partnerschaften, die Verlässlichkeit schaffen und konkrete Lösungen möglich machen. Wenn Europa von außen unter Druck kommt, dann lautet unsere Antwort: Noch engere Zusammenarbeit zwischen den Regionen und den Mitgliedsstaaten.“
Im Austausch zwischen Kaniber und Gołąb standen drei Schwerpunkte im Mittelpunkt: Wie können junge Menschen und Familien dauerhaft im ländlichen Raum gehalten werden? Wie lassen sich Wasserhaushalt, Boden und Biodiversität so stärken, dass Landschaften widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels werden? Und wie kann ökologische Landwirtschaft gezielt, praxisnah und wirtschaftlich tragfähig weiterentwickelt werden?
Kaniber machte deutlich: „Unsere ländlichen Räume sind Zukunftsräume. Hier entscheidet sich, ob Heimat lebendig bleibt, ob junge Menschen Perspektiven finden und ob Landwirtschaft auch morgen noch aus eigener Kraft bestehen kann. Dafür müssen wir gute Arbeit, verlässliche Infrastruktur, attraktive Lebensbedingungen, starke Familienbetriebe und regionale Wertschöpfung zusammendenken. Wer den ländlichen Raum stärkt, stärkt Bayern – und stärkt Europa an seinen Wurzeln.“
Mit Blick auf die Zusammenarbeit zwischen Bayern und Niederschlesien heben beide Politikerinnen hervor, Zusammenarbeit konkret zu machen und nicht bei Absichtserklärungen bleiben wolle. Dazu Ministerin Kaniber: „Bayern bringt seine Erfahrung bei starker Agrarstruktur, regionaler Entwicklung, Tourismus und nachhaltiger Landbewirtschaftung ein. Gleichzeitig können wir von Niederschlesien lernen. Entscheidend ist: Wir stehen gemeinsam für eine Politik, die den Menschen im ländlichen Raum etwas zutraut und ihnen nicht immer neue Hürden in den Weg stellt.“
Vizemarschallin Natalia Gołąb erklärte: „Bayern und Niederschlesien verbindet der gemeinsame Wille, aus guter Nachbarschaft konkrete Zusammenarbeit zu machen. Gerade bei der Entwicklung des ländlichen Raums, beim Klima- und Bodenschutz und in der nachhaltigen Landwirtschaft können wir voneinander lernen, bewährte Verfahren austauschen und gemeinsam mehr erreichen. Unser Ziel ist eine Partnerschaft, die den Menschen in unseren Regionen spürbaren Nutzen bringt.“
Kaniber unterstrich abschließend die europapolitische Dimension des Treffens: „Europa wird bestimmt nicht allein in Brüssel gebaut, sondern vor Ort – in unseren Regionen, Gemeinden und Betrieben. Wenn Bayern und Niederschlesien bei Landwirtschaft, Klimaanpassung, Tourismus und Wissenschaft enger zusammenarbeiten, dann ist das ein starkes Signal für ein handlungsfähiges, partnerschaftliches und bodenständiges Europa. Wir wollen Stabilität, Wohlstand und Zukunftschancen schaffen – nicht abstrakt, sondern ganz konkret für die Menschen.“
Mit dem Gespräch setzten Bayern und Niederschlesien ein weiteres Zeichen für ihre enge und vertrauensvolle Partnerschaft. Beide Seiten sehen in der Intensivierung der Zusammenarbeit einen wichtigen Beitrag für regionale Entwicklung, wirtschaftliche Stärke sowie mehr Stabilität und Wohlstand in Europa.
Bericht: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus
Bildnachweis: Pia Regnet/StMELF





