Gesundheit

Bayerns Beratungsstelle Barrierefreiheit

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Mehr als 40 Jahre Expertise, 100.000 Erstberatungen und 18 Standorte – diese stolze Bilanz zieht die Beratungsstelle Barrierefreiheit der Bayerischen Architektenkammer. Heute hat die Bayerische Sozialministerin Ulrike Scharf der Beratungsstelle das Prädikat „Landesfachstelle Barrierefreiheit“ verliehen, eine Auszeichnung, die das Kabinett Ende April im Ministerrat beschlossen hatte.

Ministerin Scharf betonte bei der Übergabe des Prädikats: „Barrierefreiheit ist kein Luxus, sondern ein Menschenrecht. Alle, die sich informieren wollen, können das Beratungsangebot der Beratungsstelle Barrierefreiheit kostenlos nutzen. Für Menschen mit Behinderung ist es elementar, dass sie barrierefrei wohnen, arbeiten und ihre Freizeit verbringen können. Wir fördern die Anlaufstelle mit 18 Standorten in ganz Bayern seit mehr als 40 Jahren. Sie trägt wesentlich dazu bei, Barrierefreiheit umzusetzen. Das neue Prädikat ‘Landesfachstelle’ ist mehr als verdient. Wenn alle teilhaben können, stärken wir unser Miteinander und schützen unsere Demokratie.“

Prof. Lydia Haack, Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer erklärte: „Die Verleihung des Prädikats ‘Landesfachstelle’ ist für uns Anerkennung und Auftrag zugleich. Wir danken der Staatsregierung sehr für das entgegengebrachte Vertrauen. Gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern setzen wir uns dafür ein, Barrierefreiheit noch stärker in Planung, Politik und Gesellschaft zu verankern. Mit unserem Team bauen wir die Beratung weiter aus – für eine inklusive Lebenswelt, in der Teilhabe für alle selbstverständlich ist. Denn Barrierefreiheit ist kein Randthema, sondern ein zentraler Baustein für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Gesellschaft.“

Die bayernweite Beratung der Architektenkammer richtet sich an Bürgerinnen und Bürger, an Unternehmen, Verbände und Kommunen – letztlich an alle, die sich über Barrierefreiheit informieren wollen. Die Themen reichen von Bauen und Wohnen über Barrierefreiheit am Arbeitsplatz, in Bildungseinrichtungen oder im öffentlichen Nahverkehr. Die Stiftung Pfennigparade und die Caritas Augsburg Betriebsträger gGmbH erweitern die Beratung als Kooperationspartnerinnen um die Bereiche der digitalen Barrierefreiheit und der barrierefreien Kommunikation. Weitere Informationen sind unter Beratungsstelle Barrierefreiheit verfügbar.

Die Landesfachstelle ist Teil des Programms „Bayern barrierefrei“, für das die Staatsregierung seit 2015 mehr als 1,6 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt hat. Ein eigener Kabinettsausschuss begleitet das Programm, mit dem der Freistaat unter anderem die Bahn freiwillig beim barrierefreien Ausbau der Bahnhöfe unterstützt und die Kommunen bei der barrierefreien Gestaltung von Bushaltestellen. Darüber hinaus baut der Freistaat, Barrieren in staatlichen Gebäuden und seinen digitalen Angeboten ab. Auch der Ausbau barrierefreier Kommunikation, etwa über Leichte Sprache, ist Teil des Programms.

Bericht und Foto: StMAS/Nötel  –  Das Bild zeigt Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf bei der Übergabe des Prädikates „Landesfachstelle Barrierefreiheit“ an Prof. Lydia Haack, Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer und Thomas Lenzen von der Bayerischen Architektenkammer.

 

 


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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