Naturbeobachtungen am Chiemsee –
Frühmorgens ist die Luft noch angenehm kühl für eine Fotorunde, bevor das Thermometer wieder die 30-Grad-Marke bricht. Die Bucht des Irschener Winkels ist fast ganz mit gelben Teichrosen zugewachsen. Wer genau hinsieht, braucht etwas Geduld, bis er den Haubentaucher auf seinem Nest und die Bruchwasserläufer zwischen den teils braunen Blättern entdeckt. Neben dem Turm im Baum sitzt ein Grauschnäpper. Weit entfernt spaziert ein Kiebitz, während Graureiher durch das seichte Wasser staksen und jagen. Moorenten, eine Kolbenente mit Nachwuchs, einige Reiherenten und ein Schwarzhalstaucher treiben auf dem Wasser. Die Aussicht auf die Kampenwand und die umliegenden Berge wirkt fast idyllisch. Nur das Rauschen der nahen Autobahn stört die Ruhe, jäh unterbrochen von lautem Geschnatter. Eine große Schar Graugänse landet in der Bucht. Sie zupfen an den Teichrosenblättern und putzen ihr Gefieder. Nach einer Weile fliegen sie unter großem Getöse wieder davon. Inzwischen ist es recht warm geworden und ich trete den Heimweg an.
Text und Fotos: Ursula Schottroff













