Koordinierungsfall aufgehoben – Nachlöscharbeiten gehen in die Schlussphase
Unterwössen, Oberwössen. Der nach dem Bayerischen Katastrophenschutzgesetz festgestellte Koordinierungsfall für den Bergwaldbrand im Bereich der Hochwand nahe der Lackenbergwand wurde am heutigen Sonntag (2. August) um 13:00 Uhr aufgehoben. Nach Einschätzung der Einsatzleitung ist die Lage inzwischen so weit stabil, dass die weiteren Maßnahmen im Rahmen eines regelhaften Feuerwehreinsatzes fortgeführt werden können.

In den kommenden Tagen werden Einsatzkräfte der Feuerwehr gemeinsam mit der Bergwacht sowie der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei die noch vorhandenen Glutnester systematisch freilegen und vollständig ablöschen. Aufgrund des steilen und unwegsamen Geländes erfolgt dies weiterhin in aufwendiger Handarbeit und unter ständiger Kontrolle mittels Wärmebildtechnik.

Mit der Aufhebung des Koordinierungsfalls hat der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Oberwössen Korbinian Mühlberger die Feuerwehreinsatzleitung übernommen. Die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen wird auch in der Schlussphase des Einsatzes fortgesetzt.
Kreisbrandrat Christof Grundner und Bürgermeister Johannes Weber ziehen bereits jetzt ein äußerst positives Zwischenfazit. „Es ist gelungen, bereits unmittelbar nach der Entdeckung des Brandes mit einem entschlossenen Kräfteeinsatz am Boden und aus der Luft die Brandbekämpfung einzuleiten. Bereits am ersten Abend unterstützten dabei insbesondere drei unmittelbar angeforderte und umgehend herbeigeflogene Hubschrauber der Bayerischen Polizei die Löschmaßnahmen. Dieser schnelle und koordinierte Einsatz war ein wesentlicher Baustein dafür, dass sich das Feuer nicht weiter ausbreiten konnte“, betonen beide unisono.

Bürgermeister Johannes Weber hebt die hervorragende Arbeit und Zusammenarbeit aller beteiligten Behörden und Organisationen sowie der Dorfgemeinschaft hervor: „Die schnelle Ausrufung des Katastrophenfalls ermöglichte es, innerhalb kürzester Zeit umfangreiche Kräfte und Mittel zu mobilisieren und zu bündeln. Dadurch konnte der Brand rasch eingedämmt und auf den betroffenen Bereich begrenzt werden. Dafür gilt allen Einsatzkräften, den unterstützenden Organisationen sowie den beteiligten Behörden großer Dank! Ebenso der gesamten Dorfgemeinschaft mit allen Helferinnen und Helfern, insbesondere bei der zentralen Versorgungsstation, und allen die zur Versorgung beigetragen haben!“
Trotz des anspruchsvollen Geländes und der schwierigen Einsatzbedingungen befinden sich die Nachlöscharbeiten bereits nach fünf Tagen in ihrer abschließenden Phase. Nach derzeitigem Stand rechnen die Verantwortlichen damit, dass für die vollständige Beseitigung der letzten Glutnester noch einige Tage erforderlich sein werden. Erst wenn keine versteckten Brandherde mehr vorhanden sind und eine Wiederentzündung ausgeschlossen werden kann, wird der Einsatz offiziell beendet.
Für Medienanfragen stehen die Pressestelle des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein und die Gemeinde Unterwössen auch nach Aufhebung des Koordinierungsfalls weiterhin als gemeinsame Ansprechpartner zur Verfügung. Die Erreichbarkeit ist weiter unter +49 8621 9009095 sichergestellt.
Die Einsatzleitung weist ausdrücklich darauf hin, dass die betroffenen Wald- und Berggebiete bis auf Weiteres nicht betreten werden dürfen. Trotz der deutlich entspannten Lage bestehen weiterhin erhebliche Gefahren. Neben der Gefahr durch Steinschlag und durch den Brand geschädigte beziehungsweise umsturzgefährdete Bäume finden im Einsatzgebiet weiterhin Materialtransporte sowie Beobachtungs- und Kontrollflüge mit Hubschraubern und Drohnen statt. Die Sperrungen dienen dem Schutz der Bevölkerung und sind bis zum Abschluss der Nachlöscharbeiten unbedingt einzuhalten.
Einsatzgebiet Staudach-Egerndach/Schnappenkirche
Auch für den Bergwaldbrand im Bereich der Schnappenkirche bei Staudach-Egerndach besteht inzwischen kein besonderer Koordinierungsbedarf mehr. Die noch erforderlichen Nachkontrollen und Nachlöscharbeiten werden ebenfalls im Rahmen eines regulären Feuerwehreinsatzes durchgeführt. Einsatzkräfte der Feuerwehr werden den Brandbereich in den kommenden Tagen weiterhin engmaschig kontrollieren und bei Bedarf verbliebene Glutnester freilegen und ablöschen, bis auch dort ein sicheres Einsatzende festgestellt werden kann.
Text: Hubert Hobmaier, Kreisfeuerwehrverband Traunstein, Pressestelle
Fotos: Anita Mußner, Kreisfeuerwehrverband Traunstein


