Tourismus

Ein neues Tor zur Wildnis für Grafenau

Veröffentlicht von Günther Freund

Attraktion im KurErlebnispark BÄREAL beim Säumerfest eröffnet

Grafenau. Der Rothirsch röhrt, wenn man hineingeht. Ringsherum ragt ein kleines Stück Nationalpark gen Himmel. Davor gibt’s spannende Infos über Natur und Geschichte. All das findet man im Grafenauer KurErlebnispark BÄREAL, wo am Sonntag im Rahmen des zweitägigen Säumerfests das neue Tor zur Wildnis eröffnet wurde.

Rückblende: Die bisherige Installation aus Holz wurde 2014 für die Landesgartenschau in Deggendorf angefertigt. Danach landete das Tor in Grafenau. Doch der Zahn der Zeit hat dem Tor nach zwölf Jahren so stark zugesetzt, dass es nicht mehr zu retten war. Also nahm die Stadt Grafenau eine Neukonzeption in Angriff – und akquirierte dafür Fördermittel der Europäischen Union. Im Rahmen des Interreg-Projekts „Säumerpfade 2026“ konnten die Themen Nationalpark, Bär und Wildnis nun um die Geschichte des Salzhandels ergänzt werden.

 

Ein neues Tor zur Wildnis für Grafenau: Gleich nach der Eröffnung zog es schon die ersten Besucher ins neue Tor zur Wildnis.

Eröffnet wurde die brandneue Einrichtung am Nachmittag des Säumerfest-Sonntags – stilecht von den Salzsäumern und Fanfarenbläsern sowie dem Hohen Rat der Stadt Grafenau begleitet. Nachdem die Verhüllung fiel, gab’s großen Applaus. Bürgermeister Jonas Höcker bedankte sich bei allen Mitwirkenden für die punktgenaue Umsetzung des Projekts: „Damit hat unser Kurpark nun wieder eine Attraktion mehr, die unserer Rolle als Tor zum Nationalpark gerecht wird.“ Besonders freute das Stadtoberhaupt auch, dass nun auch die Säumer einen Platz haben, schließlich seien diese früher auch in der Wildnis unterwegs gewesen.

„Es ist wirklich toll geworden“, fand am Ende auch Josef Wanninger, stellvertretender Nationalparkleiter. Schön sei auch, dass die Stadt an der Tradition des Tores festhalte – und nun eine langlebige und zeitgemäße Variante geschaffen habe. Im Laufe der nächsten Monate werden zudem die Erlebnisstationen entlang des Bärenpfads, der von Grafenau ins Tier-Freigelände bei Altschönau führt, erneuert. Dann können Besucher auf dem neuen Bärenpfad auf Säumerspuren mit zwei Bärenkindern auf Wanderung gehen und neben Begegnungen mit den Salzsäumern auch einige Mitmachstationen auf der Strecke finden.

Gestalterisch umgesetzt wurde das Projekt von der Agentur Atelier & Friends aus Grafenau – in Abstimmung mit Stadt und Nationalpark. Unterstützung bei der Gestaltung vor Ort leistete der Grafenauer Bauhof und das Team des Pflanzen-Freigeländes des Nationalparks.

 


Redaktion

Günther Freund

1944 in Bad Reichenhall geboren, Abitur in Bad Reichenhall, nach dem Studium der Geodäsie in München 3 Jahre Referendarzeit in der Vermessungs- und Flurbereinigungsverwaltung mit Staatsexamen, 12 Jahre Amtsleiterstellverteter am Vermessungsamt Freyung, 3 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Zwiesel und 23 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Freyung (nach Verwaltungsreform mit Vermessungsamt Zwiesel als Aussenstelle). Seit 2009 im Ruhestand, seitdem in Prien am Chiemsee wohnhaft.

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