Mit einem Aktionstag unter dem Motto „Share your bike, share your ride“ hat die TH Rosenheim den Startschuss des Bikesharings im Rahmen des Forschungsprojekts „CaMoRoT“ gegeben. Diese Abkürzung steht für „Campus Mobilität Rosenheim Traunstein“ und umfasst verschiedene Maßnahmen, um die individuelle Pkw-Nutzung und damit CO2-Emissionen zu reduzieren. Dabei steht vor allem die Mobilität mit dem Fahrrad im Mittelpunkt.
Bereits zu Beginn des Jahres wurden am Campus in Rosenheim neue Fahrradabstellplätze an zentralen Orten geschaffen, die auch teils mittels Überdachung eine witterungsgeschützte Parkmöglichkeit bieten. Seit Anfang Mai besteht zudem ein Bikesharing-Angebot zwischen dem Bahnhof und dem Campus in Rosenheim für die sogenannte letzte Meile. Studierende und Mitarbeitende der TH Rosenheim können nach vorheriger Buchung über eine App und gegen eine geringe Gebühr ein Fahrrad nutzen, um den Weg vom Bahnhof zur Hochschule oder umgekehrt zurückzulegen. Voraussichtlich Anfang Juli geht schließlich eine Mitfahrplattform online, mit der sich die Hochschulangehörigen unkompliziert für Fahrgemeinschaften an den Campus vernetzen können.
Im Rahmen des Forschungsprojekts „CaMoRoT“ wurde zunächst durch Befragungen ermittelt, welche konkreten Wünsche und Anforderungen die Studierenden und Beschäftigten bezüglich ihrer Mobilität an den Campus haben. „Wir konnten auf diese Weise vor allem das Bikesharing-Angebot so gestalten, dass es eine bisher vorhandene Lücke schließt und nun möglichst viele Menschen auf die Anreise per Zug umsteigen, weil auch die letzte Meile abgedeckt ist“, erklärt Projekt-Mitarbeiterin Astrid Niederberger vom Campus Chiemgau in Traunstein. Ziel sei, das Thema Nachhaltigkeit an der Hochschule weiter zu stärken und einen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emmissionen zu leisten.
Ich habe eigentlich ein altes Fahrrad am Bahnhof in Rosenheim stehen, das aber viel Pflege und Wartung braucht. Da ich meistens mit dem Rad in die Arbeit fahre, werde ich nun auf das Bikesharing umsteigen, da ich mir so die Wartung sparen kann. Die Mitfahrplattform finde ich auch sehr interessant, vor allem in den Wintermonaten oder wenn man mal mehr zu transportieren hat“, sagt die Mobilitätsbotschafterin Bettina Moser. Ihr Kollege Andreas Uhlig ergänzt: „Die ‚Stadt der kurzen Wege‘, in der Radfahren selbstverständlich ist, lebt von Nähe: Wohnorte, Arbeitsplätze, Versorgung, Freizeit- und Bildungsorte müssen ohne Auto erreichbar sein. Die CaMoRoT-Mobilitätsmaßnahmen leisten einen wichtigen Beitrag dazu.“
Beim Aktionstag wurden die Mobilitätsmaßnahmen an einem Informationsstand vorgestellt. Außerdem gab es vormittags eine Fahrradtour von der Hochschule zum Bahnhof und zurück, nach deren Ende die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von der Hochschulleitung offiziell in Empfang genommen wurden. „Für die TH Rosenheim haben die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz hohe Bedeutung. Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Projekt CaMoRoT konkret etwas dazu beitragen können, den städtischen Verkehr zu entlasten“, so Vizepräsident Professor Dr. Uwe Strohbeck. Er selbst sei auch gerne mit dem Fahrrad unterwegs und versuche, so oft es geht aufs Autofahren zu verzichten.
Bericht und Foto: TH Rosenheim / Anton Maier – Professor Uwe Strohbeck (Dritter von links) beim Aktionstag „Share your bike, share your ride“ im Kreis der Projektmitarbeitenden und Mobilitätsbotschafter der TH Rosenheim.



