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Schlechinger gratulieren Rudolf Detsch

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Schon mit 19 Jahren hat Rudolf Detsch den ersten Viertausender bestiegen, den Monte Rosa in den Walliser Alpen, gefolgt vom Matterhorn, dem Mont Blanc und unzähligen weiteren Bergen.

Das Bergsteigen hat den heute 90jährigen lange begleitet, bis zu dem Unglück als er 1992 im Ötztal in eine Gletscherspalte stürzte. Dort lag er siebzehn Stunden in fünfzehn Meter Tiefe, gehalten an einem Seil von seiner Tochter, die ihm so das Leben gerettet hat. Hilfe kam und als körperlicher Schaden ist nur ein Riesenbluterguss übriggeblieben.

90 Jahre Lebenslauf

Geboren wurde Rudolf Detsch 1936 in München als Jüngster von drei Kindern. In München ist er auch zur Schule gegangen, bis die Familie im zweiten Weltkrieg in die Holledau zu den Großeltern evakuiert wurde. Als gelernter Postler wurde er später Geschäftsführer von zwei Krankenkassen, zuletzt bei der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern. 1964 hat Rudolf Detsch seine Christel -eine Schlechingerin- geheiratet. In der Ehe wurden zwei Töchter und ein Sohn geboren. Inzwischen ist er auch stolz auf acht Enkel. Anfang der 90er Jahre ist die Familie nach Schleching gezogen, es wurde nach München auch hier ein Haus gebaut.

Der Jubilar hat sich in Schleching als Mitbegründer des Kulturfördervereins und des Musikvereins engagiert. Auch bei der Herz LRG, Landes-Arbeitsgemeinschaft für kardiologische Prävention und Rehabilitation Bayern e.V. fungiert er als stellvertretender Vorsitzender, außerdem setzt er sich für den Deutschen Datenschutz ein. Ein großer Verlust in seinem Leben, war der Tod seiner Frau im Juli 2020. Heute geht Rudolf Detsch im Sommer noch viel zum Schwimmen im Wössner See und im Tüttensee. Auch hört er gern klassische Musik, besonders von Mozart und Beethoven. Nach seinem Lebensmotto gefragt, holt er eine schon leicht vergilbte Seite von seinem Schreibtisch und liest den Text des Epigramms X.47 von Marcus Valerius Martialis vor. Es geht um die Kerninhalte eines glücklichen Lebens, im Bezug auf Vermögen, Lebensstil, Gesundheit und Freude, Tagesablauf und Haltung.

Besonders die letzten Sätze dieser fast 2 000 Jahren alten Schrift entsprachen seiner Lebenseinstellung: „Das sein wollen, was du bist und den letzten Tag nicht fürchten, noch ersehnen“. Gefeiert hat der Jubilar seinen 90. Geburtstag mit der ganzen Familie im Klostergasthof.

 Text und Fotos:  Sybilla Wunderlich

Elfie Bachmann (2. Bürgermeisterin) kam zum Gratulieren mit einem Geschenkkorb vorbei.

 


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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