Zwei Tiere ziehen in erweitertes Gehege des Tier-Freigeländes ein
Das Tier-Freigelände vom Nationalparkzentrum Lusen ist wieder um eine Art reicher. Denn das erweiterte Wildkatzen-Gehege konnte diese Woche von Nationalparkleiterin Ursula Schuster und Neuschönaus Bürgermeister Alfons Schinabeck eröffnet werden. Durch einen Anbau ist es nun mehr als doppelt so groß wie bisher. Zudem sind zwei neue Tiere eingezogen.
„Die Anlage ist wirklich sehr schön geworden“, freut sich Schuster, die sich dafür bei allen Helfern im Hintergrund bedankte. „Die Maßnahme ist zudem ein weiteres Zeichen dafür, dass wir unermüdlich daran arbeiten, unsere Infrastruktur in Schuss zu halten und weiterzuentwickeln.“ Gerade im Tier-Freigelände stünden dabei in nächster Zeit noch weitere Maßnahmen an. „Wir bleiben also dran“, so die Nationalparkleiterin. So werde etwa im Laufe des Jahres der Altbestand der Wildkatzenanlage saniert sowie mit dem Neubau von Kauz-Volieren gestartet.
„Das Tier-Freigelände ist gerade für unsere Urlauber einer der Hauptanziehungspunkte“, sagt Bürgermeister Schinabeck. „Deswegen freut’s mich ganz besonders, dass man hier nun auch wieder Wildkatzen beobachten kann. Und noch dazu in einer so naturnahen Anlage.“

Der neue Kater hat die Ruhe weg: Während er ins Gehege gesetzt wurde – beobachtet von Nationalparkleiterin Ursula Schuster und Bürgermeister Alfons Schinabeck – genoss er erstmal noch ein Schläfchen. (Foto: Gregor Wolf /Nationalpark Bayerischer Wald)
Das Gehege war zuvor gesperrt. Zum einen galt es Nachfolger für die nacheinander gestorbenen Bewohner zu finden, zum anderen die Baumaßnahmen abzuschließen. Der neue Bereich des Geheges schließt sich nahtlos ans bisherige Areal an. Den Großteil der Arbeiten schulterte die Nationalparkmannschaft selbst, allen voran das Team des Servicezentrums Lusen. Beide Teile des Geheges sind über zwei Tunnel miteinander verbunden. „So haben wir die Möglichkeit, die Tiere bei Bedarf voneinander getrennt zu halten“, sagt Tierärztin Susanne Klett. Der jetzt eingesetzte Kater wurde 2025 im Wildpark Lüneburger Heide geboren. Das Weibchen ist ein Wildtier, welches bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt wurde. „Bei ihr wird geprüft, ob die Verletzungen ein Überleben in freier Wildbahn überhaupt zulassen oder sie besser im Gehege bleiben sollte“, so Klett.
Wichtig war den Verantwortlichen vor allem, dass es sich bei den gezeigten Tieren um echte Wildkatzen handelt. „Das haben wir geschafft“, freut sich Sachgebietsleiter Marco Heurich. „Denn tatsächlich ist bei Wildkatzen Hybridisierung, also die genetische Vermischung mit Hauskatzen, eine große Gefahr, sogar in Gehege-Haltungen.“ Um auch mehr über die Wildkatzen im Nationalparkwald zu erfahren startet das Schutzgebiet heuer übrigens nochmal ein groß angelegtes Monitoring. „Auf die Ergebnisse sind wir schon gespannt“, so Heurich.




