Sonnenaufgang, weiß-blauer Himmel, aber saukalt startet am vergangenen Sonntag die 21. Auflage des Trecker Trecks. Für die eingefleischten Teilnehmer kein Hindernis, sich vor acht Uhr mit ihren Bulldogs und schweren Traktoren vor der Waage aufzureihen. Für die 9 Gewichtsklassen hatten sich über 300 Teilnehmer angemeldet, bzw. auf die Wartelisten eintragen lassen, wovon 145 Teilnehmer sich die heißersehnte Startnummer ergatterten.
Bevor es um 10 Uhr mit dem Wettkampf der „Kleinen“ bis 2.000 kg, losging konnten sich die Teilnehmer beim Frühschoppen an und in der Mehrzweckhalle ausgiebig stärken. Für eine deftige Brotzeit war bestens gesorgt. Die Pittenharter sind mit ihrem selbstgebauten Bremswagen am Start und für das Bremswagenteam aus Sersheim war es eine Selbstverständlichkeit, auch dieses Jahr wieder bei den Pittenharter Freunde mit von der Partie zu sein. Mit Tieflader, einigen Traktoren und dem Bremswagen machten sie sich wieder auf den Weg und nahmen die 450 km lange Anreise gerne in Kauf um mitzufeiern und unterstützend bei der Veranstaltung dabei zu sein.
Das Ziel aller Fahrer ist, den ‚Full-Pull‘ zu erreichen, das heißt die 100 Meter-Marke zu in der geringsten Zeit innerhalb der Bewertungsklasse, überfahren. In den Wertungklassen 5, 7 und 9 haben es die jeweils drei Erstplatzierten mit jeweils geringen Zeitabständen erreicht. In den Klasen 1, 2 und 3 erreichten die Erstplatzieren jeweils den Full Pull Um allen Teilnehmer die gleichen Chancen zu bieten, wird nach jedem Durchgang die Strecke wieder hergerichtet. Neben dem fahrerischen Geschick der Teilnehmer ist auch eine gute Balance des Gewichtes und eine Portion Glück erforderlich um sich nicht in einem Bodenloch festzufahren.
Die Veranstaltung lockte auch dieses Jahr wieder sehr viele Besucher an, weit über die Landkreis- und Staatsgrenze hinaus kamen die Besucher, vom Baby im Kinderwagen bis hin zu den Großeltern, war alles vertreten. Begeisterung und gute Laune war rund um die Strecke, auf den aufgebauten Strohballen-Tribünen zu spüren. Mit bekannten Schlagern aus den Lautsprechern und den nicht zu überhörenden, die Stimmen der Moderatoren, Ale Schöberl, Christoph Stöcklhuber und Georg Schartner, jun., die in ihrer bekannten humorvollen Weise das Spektakel kommentierten und mit dem einen, oder anderen Witz beste Stimmung in die Zuschauerreihen brachten. „Der Wahnsinn hat auch dieses Jahr wieder einen Namen – Wichtlhuber Palling“. Hanna und Hans Wichtlhuber stehen bei 5 Klassen auf dem Stockerl und freuen über fünf schöne Pokale aus Pittenhart, die ihre große Ansammlung wieder erweitert. Hungern und dursten musste keiner die Stunden an der Piste verbringen, in den aufgestellten Brotzeithäusl wurde gegrillt und Getränke waren überall reichlich angeboten.
Legendär beim Trecker-Treck sind auch die frischgebackenen ‚guaden Kiache`, für die die Pittenharter Bäuerinnen weit über die Grenzen hinaus bekannt sind. Für die g‘schleckerten Gelüste stand im Eingangsbereich der Mehrzweckhalle ein sehr reichhaltiges Kuchen- und Tortenbuffet bereit, das keinen Wunsch für die süße Begleitung zum Kaffee offengelassen hat. Die eingedeckte Galerie in der Mehrzweckhalle bot gerade bei den frischen Temperaturen einen angenehmen Aufenthalt und zugleich den besten Überblick auf die Ereignisse auf der Strecke und dem geschäftigen Treiben auf den Tribünen und vor den Imbissbuden. Für den Brandschutz waren die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Pittenhart an der Strecke und den Sanitätsdienst übernahm die Bereitschaft der Ambulanz Rosenheim e.K.
Am späten Abend kehrte dann Ruhe ein, und wie in Pittenhart vor Jahren der Spruch geprägt wurde, „Fick und Fertig“, aber glücklich über den tollen Erfolg und einen unfallfreien Tag gingen die Veranstalter und Helfer in ihren Feierabend. Für den nächsten Tag seht ja das große Aufräumen und Saubermachen auf ihrer langen To do Liste.
In den 9 Gewichtsklassen haben sich folgende Fahrer jeweils die ersten drei Plätze gesichert und einen, der begehrten Pokale mit nach Hause gebracht
Klasse 1 – bis 2.000 kg
Platz 1: Hans Wichtlhuber, Palling (Fiat 550) – Full Pull in 19,49 sek.
Platz 2: Toni Arnold, Nußdorf (IHC 844) – 88,57Meter
Platz 3: Josef Egglmaier, Palling (Eicher EM 300) – 53,43 Meter
Klasse 2 – 2.001 bis 3.000 kg
Platz 1: Andreas Aigner, Marquartstein (Deutz 06) – Full Pull in 21,39 sek
Platz 2: Franz Gänsberger, Palling (IHC 844) – 90,97 Meter
Platz 3: Hanna Wichtlhuber, Palling (Fiat 640) – 89,50 Meter
Klasse 3 – 3.001 bis 4.000 kg
Platz 1: Ludwig Hellminger, Grassau (ICH 946) – Full Pull in 29,25 sek
Platz 2: Hans Wichtlhuber, Palling (Fiat 1000) – 94,46 Meter
Platz 3: Leonhard Hermann, Eiselfing (Deutz 8006) – 59,97 Meter
Klasse 4 – 4.001 bis 5.000 kg
Platz 1: Mathias Winkler, Bernau (Deutz Agrostar 6.38) – 97,84 Meter
Platz 2: Hans Wichtlhuber, Palling (Fiat 1300 DT Super) – 92,68 Meter
Platz 3: Heinrich Schwaiger, Staudach-Egerndach (Fendt 6125) – 83,19 Meter
Klasse 5 – 5.001 bis 6.000 kg
Platz 1: Benedikt Winterer, Emertsham (ICH 1046) – Full Pull in 20,76 sek
Platz 2: Florian Kaufmann, Bad Endorf (Deutz 10006 Spezial) – Full Pull in 23,09 sek
Platz 3: Manuel Fischer, Ramerberg (Deutz DX 110) – Full Pull in 27,87 sek
Klasse 6 – 6.001 bis 7.000 kg
Platz 1: Anton Maier, Halfing (IHC 1455) – 71,24 Meter
Platz 2: Marco Tröbs, Nußdorf im Chiemgau (IHC) – 66,80 Meter
Platz 3: Hanna Wichtlhuber, Palling (New Holland M 160) – 61,95 Meter
Klasse 7 – 7.001 bis 10.000 kg
Platz 1: Peter Frank, Babensham (John Deere 6030) – Full Pull in 41,11 sek
Platz 2: Ludwig Mayer, Amerang (Fendt 610 LS) – Full Pull in 43,93 sek
Platz 3: Johannes Krapf, Thansau (Fendt 614 LSA) – Full Pull – 46,78 sek
Klasse 8 – über 10.000 kg
Platz 1: Josef Fischer, Edling (Deutz Agrotron 260) – 75,86 Meter
Platz 2: Michael Hobelsberger, Vogtareuth (Fendt 930) – 69,73 Meter
Platz 3: Günther Schmucker-Heilwerth, Burgau (Fendt 933) – 60,82 Meter
Klasse 9 – über 11.000 kg
Platz 1: Lorenz Waldinger, Buchbach (Fendt 1050) – Full Pull in 26,53 sek
Platz 2: Korbinian Freiberger, Obing (Claas Axion 950) – Full Pull in 30,97 sek
Platz 3: Hannes Maier, Siegsdorf (Fendt 942 Vario) – Full Pull in 34,23 sek
Bericht und Fotos: Emmy Künzner-Hingerl – Große Geduld ist bei allen Teilnehmer morgens vor dem Wiegen ihrer Fahrzeuge gefragt.
Leider hat es für den Pittenharter Lokal-Matador Florian Niedermaier und seinem Eicher in der Klasse 1 dieses Jahr um weniger als 2 Meter Abstand nicht für den begehrten Stockerlplatz gereicht
Auch dieser Fendt hatte mit dem Bremswagen seine Mühe
Preisverteilung Klasse 1: 1. Platz Hans Wichtlhuber, vor Toni Arnold (rechts) und 3. Platz Josef Egglmaier(2.v.li), links daneben Martin Niedermaier 1. Obmann der Pittenharter Bauern
Applaus von Martin Niedermaier (links) für die Sieger der Klasse 2
- Platz Andreas Aigner, 2. Platz Franz Gänsberger (re) und 3. Platz Hanna Wichtlhuber (li)
für so manchen Oldtimer, wie hier den Eicher war die 100 Meter Strecke zum Full Pull eine Herausforderung
Andere haben es mit viel Qualm und Rauch geschafft und einen Stockerlplatz erreicht, wie hier der Marquartsteiner Andreas Aigner (Klasse 2)
















