Land- & Forstwirtschaft

Benachteiligung von Holz abgewendet

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Der Einsatz von Forstministerin Michaela Kaniber war erfolgreich: Der heute im Bundeskabinett beschlossene Entwurf des Gebäudeenergiegesetzes enthält nicht mehr das umstrittene verpflichtende Kaskadenprinzip für Biomasse und die damit verbundene Benachteiligung von Holz als Energieträger. Kaniber hatte sich zuvor in einem Brandbrief an Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche gewandt und für eine Streichung der Regelung stark gemacht.

„Der Bund hat schnell reagiert und einen massiven Fehler korrigiert. Holz ist kein Energieträger fürs Abstellgleis. Wer mit Holz heizt, schützt das Klima, stärkt die regionale Wertschöpfung und macht sich unabhängiger von Energieimporten. Holz ist gespeicherte Sonnenenergie aus unseren heimischen Wäldern“, so die Ministerin. Zehntausende Bürgerinnen und Bürger hätten in den vergangenen Jahren mit dem Einbau moderner Holzheizungen auf den sauberen, klimaneutralen und regional gut verfügbaren erneuerbaren Energieträger Holz gesetzt – im Vertrauen auf eine verlässliche Politik. Mit der im ursprünglichen Referentenentwurf vorgesehenen „Zwangskaskade“ hätte bei jedem Einsatz von Holz als Energieträger ein Nachweis geführt werden müssen, dass dieses Holz weder für Balken/Bretter, Spanplatten oder Papier genutzt werden kann. Erst und ausschließlich dann wäre die energetische Verwertung von Holz möglich gewesen.

„Holz ist kein Problem, Holz ist Teil der Lösung. Unsere Waldbesitzer, unsere Betriebe und die Menschen, die auf moderne Holzenergie setzen, brauchen Rückenwind statt Bremsen durch mehr Bürokratie. Gut, dass diese Fehlsteuerung schnell erkannt und gleich ausgebessert wurde“, so Kaniber abschließend.

Bericht und Foto: Bayerisches Landwirtschafts- und Forstministerium / Sophia Goßner, LfL / hö –   Foto zeigt gestapeltes Brennholz – ein regionaler, nachwachsender Energieträger aus heimischen Wäldern.  


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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