Vom Dorfplatz in die Welt: Gitarrenklänge ohne Grenzen
Das Pinzgauer Gitarrenfestival hat auch heuer eindrucksvoll gezeigt, welche kulturelle Kraft in der Region steckt. Das Festival brachte Musik mitten ins Dorf und machte sichtbar, wie vielfältig Gitarrenkunst sein kann. Besonders für Kinder und Jugendliche war es ein inspirierendes Erlebnis: Sie sahen, wie breit das Spektrum dieses Instruments reicht – von Volksmusik über Klassik bis zu modernen Ausdrucksformen – und viele bekamen Lust, selbst ein Instrument zu erlernen. Genau aus diesem Grund wurde das Festival seit Beginn unterstützt.
Die Gitarre, ein Instrument mit starker kultureller Identität, stand im Mittelpunkt. Ihre Vielseitigkeit prägte das gesamte Programm und machte die Atmosphäre lebendig. „Die Gitarre verbindet alles: Volksmusik, Klassik, moderne Stile. Diese Vielfalt zeigt, wie offen und kreativ unsere Musikszene ist“, hieß es aus dem Organisationsteam.
Veranstaltet wurde das Festival vom Verein Adema Guitar, gegründet von Barbara Giusto und Danilo Alvarado, die mit großem Engagement Programm und Abwicklung verantworteten. Ihr Ziel: die Vielfalt des Gitarrenspiels im Pinzgau sichtbar machen und junge Talente fördern – aber auch allen Interessierten einen Zugang zur Gitarrenkunst ermöglichen.
Ein besonderes Anliegen ist das Festival auch dem Musikum Salzburg und dem Musikum Mittersill mit Leiter Gunter Kalcher sowie dem Verein TAURISKA. Ihnen ist es wichtig, dass kulturelle Projekte wie dieses im regionalen Raum verankert sind. Sie unterstützen und begleiten das engagierte Vorhaben seit Beginn mit großer Überzeugung.
„Die Gitarre verbindet alles: Volksmusik, Klassik, moderne Stile. „Diese Vielfalt macht das Festival lebendig und zeigt, wie offen und kreativ unsere Musikszene ist“ betonte Bürgermeister Andreas Schweinberger, in seinen Grußworten beim Eröffnungskonzert am Freitagabend.
Besonders erfreulich war die Teilnahme von über zwanzig Musikumschülerinnen und -schülern, die sich intensiv mit ihren Gitarrenkünsten auseinandersetzten, Neues lernten, ausprobierten und ihre Ergebnisse am Sonntag präsentierten.
Ein Höhepunkt war die Masterclass mit Marco Tamayo, an der Teilnehmerinnen aus dem Pinzgau und der Schweiz teilnahmen. Der Zuspruch zeigte, wie sehr das Festival inzwischen über die Region hinausstrahlt.
Eine weitere Besonderheit waren die Uraufführungen zweier Werke von Agustín Castilla-Ávila, der auch das Stück „Breakdown of Nations“ zum 40-Jahr-Jubiläum von TAURISKA komponiert hatte. Eine Uraufführung erklang bereits am Freitag, die zweite wurde von Marco Tamayo am Sonntag präsentiert.
Während des gesamten Wochenendes waren zudem Instrumente und Gitarrenprodukte des Instrumentenbauers Gerhard Schöpp ausgestellt – ein Angebot, das viele Besucherinnen und Besucher nutzten, um nach dem Konzert noch ein wenig zu stöbern.
Ein herzlicher Dank galt den Unterstützern: dem Land Salzburg, dem Musikum, dem Verein TAURISKA, der Marktgemeinde Neukirchen, dem Haus Reichholf Rosi Kristandl, Gerhard Schöpp Music, Magma Strings, Knobloch Strings und der Marco Tamayo Edition.
Das Festival zeigte eindrucksvoll, welches Potenzial in der Region steckt. Mit Uraufführungen, Nachwuchsförderung und internationaler Beteiligung könnte sich Neukirchen langfristig als Ort der Gitarrenkunst etablieren.
Bericht und Fotos: Verein Tauriska, Leopold Kohr-Akademie









