Kirche

Kunstinstallation Zukunft in München-Freiham

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Erzdiözese nimmt mit 32 Meter hoher Kunstinstallation Zukunft des größten Stadtteilprojekts Europas in den Blick Begehbare Metallskulptur auf Gelände der katholischen Kirche in München-Freiham – Entwicklung pastoraler und kultureller Angebote für neu entstehendes Stadtviertel.

 Eine mehr als 32 Meter hohe, begehbare Metallskulptur auf dem Areal der Erzdiözese München und Freising im Münchner Neubaugebiet Freiham lädt von Oktober an Bewohnerinnen und Bewohner sowie alle Interessierten ein, sich mit der pastoralen und sozialen Zukunft des größten Stadtteilprojekts Europas auseinanderzusetzen, in dem künftig 25.000 Menschen leben sollen. Die Skulptur „SICHTUNG V“ des Künstlerduos Rasthofer/Neumaier wird zwischen dem 1. und 4. September installiert, ihr Inneres ist nach der Schulung ehrenamtlicher Guides für die Öffentlichkeit im Rahmen von Führungen von diesem Oktober an für ein Jahr zugänglich. Rund um die temporäre mobile Raum- und Klang-Installation planen die Erzdiözese und der Pfarrverband München West gemeinsam mit weiteren Partnerinnen und Partnern aus dem Viertel pastorale, künstlerische und kulturelle Angebote.

Die von Hildegard Rasthofer und Christian Neumaier geschaffene modulare und mobile Skulptur „SICHTUNG V“ soll dazu anregen, sich mit der Zukunft des Neubaugebiets auseinanderzusetzen. Die Erzdiözese will damit in einen Dialog treten mit den Bewohnerinnen und Bewohnern über ihre sozialen und religiösen Bedürfnisse, ihre Beziehungen zueinander und ihr Leben im Neubauviertel. Die „SICHTUNG“, die bereits an verschiedenen Standorten zu sehen war, besteht aus mehreren übereinander gestapelten Stahlquadern. Die Stufen der innenliegenden Treppe klingen beim Begehen; Fensteröffnungen in den Stockwerken ermöglichen auf verschiedenen Höhen immer neue Perspektiven auf das Neubaugebiet, die benachbarten Viertel und die umliegende Landschaft.

In und an der Skulptur wird das bereits bestehende Angebot des Pfarrverbands München West und weiterer kirchlicher-sozialer Einrichtungen in Freiham um ein neues pastorales, künstlerisches und kulturelles Programm erweitert. Im Sinne eines Kennenlernens, Zusammenwachsens und Austauschens sollen neue Formate kirchlicher Präsenz in Freiham ausprobiert und weiterentwickelt, vorhandene Netzwerke gefestigt und neue Beziehungen geknüpft werden. Geplant und gestaltet wird dieses Begleitprogramm durch den Pfarrverband München West, die Fachbereiche Kunst- sowie Stadtpastoral des Erzbischöflichen Ordinariats München und Ehrenamtliche aus dem Stadtteil.

Im Laufe des Jahres 2027 werden auf dem Areal außerdem eine Bepflanzung und ein temporärer Veranstaltungspavillon entstehen, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern und Raum für weitere pastorale und kulturelle Veranstaltungen zu schaffen. So soll über die Jahre eine lebendige, bedarfsgerechte pastorale Präsenz in Freiham entwickelt und verstetigt werden.

Rasthofer/Neumaier ist ein deutsches Künstlerduo, bestehend aus der Architektin Hildegard Rasthofer (geboren 1967) und dem Metallbildhauer und Kunstschmiedemeister Christian Neumaier (geboren 1965). Unter dem Label Rasthofer/Neumaier arbeiten sie interdisziplinär an großformatigen, begehbaren Skulpturen und raumbezogenen Installationen. (fho)

Bericht und Bilder: Erzbischöfliches Ordinariat – Skulptur “SICHTUNG I” des Künstlerduos Rasthofer/Neumaier, 2018, Foto: © Anne Wild

Skulptur “SICHTUNG III” des Künstlerduos Rasthofer/Neumaier, 2020, Innenaufnahme, © Rasthofer/Neumaier

 

 

 


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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