Tourismus

Hessen, Bayern und Berlin: Gelebte Freundschaft

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

150 Jahre Verein der Bayern in Berlin und besondere Begegnungen beim Oktoberfest der Bayerischen Landesvertretung

Ein besonderer Höhepunkt im Jubiläumsjahr der Freiwilligen Feuerwehr Hasselbach war die Einladung nach Berlin. Der Ehrenvorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Hasselbach, Stefan Mühle, und Vereinsmitglied Armin Mühle-Fink nahmen sowohl am Oktoberfest der Bayerischen Landesvertretung als auch an den Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen des Vereins der Bayern in Berlin teil. Die Verbindung zwischen Hasselbach und Bayern reicht bereits mehr als 40 Jahre zurück. Seit über vier Jahrzehnten besteht eine enge Freundschaft mit dem Chiemgau, mit Prien am Chiemsee und dem Samerberg. Besonders mit Toni Hötzelsperger, Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerwehr Hasselbach, und seiner Familie ist über die vielen Jahre eine Verbundenheit entstanden, die inzwischen weit über eine gewöhnliche Freundschaft hinausgeht. „Wir sind mittlerweile nicht mehr nur Freunde – wir sind Familie“, beschreibt Stefan Mühle diese besondere Beziehung.

Auch zum Verein der Bayern in Berlin bestehen bereits seit mehr als zehn Jahren persönliche Kontakte. Seinen Vorsitzenden Helmut Amberger lernte Stefan Mühle seinerzeit auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin kennen. Aus dieser ersten Begegnung entwickelte sich eine Freundschaft, die heute auch die beiden Vereine miteinander verbindet.

Wie lebendig diese Freundschaft inzwischen geworden ist, zeigte sich bereits beim 100-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Hasselbach vor wenigen Wochen. Die Alphornbläser des Vereins der Bayern in Berlin reisten eigens in den Taunus und bereicherten die Festtage mit vielen eindrucksvollen musikalischen Auftritten. Sowohl beim Festkommers als auch während der weiteren Jubiläumsveranstaltungen begeisterten sie die zahlreichen Besucherinnen und Besucher und brachten ein Stück bayerisches Lebensgefühl nach Hasselbach.

Dafür sprach Stefan Mühle im Namen der Freiwilligen Feuerwehr, des Vorstandes und aller Gäste noch einmal seinen herzlichen Dank aus: „Die Alphornbläser haben unser Jubiläum auf ganz besondere Weise bereichert und für viele unvergessliche Momente gesorgt. Dafür sagen wir von Herzen Danke und ein herzliches Vergelt’s Gott.“

Besondere Begegnungen im „Tipi am Kanzleramt“

Auf besondere Einladung der Bayerischen Landesvertretung und von Toni Hötzelsperger nahmen Stefan Mühle und Armin Mühle-Fink am Oktoberfest der Bayerischen Landesvertretung im „Tipi am Kanzleramt“ teil. In der festlichen Atmosphäre ergaben sich zahlreiche interessante Begegnungen und persönliche Gespräche. Unter anderem traf Stefan Mühle Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, Kanzleramtsministerin Nina Warken und den Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder. Diese besonderen Begegnungen machten den Aufenthalt in Berlin zu einem unvergesslichen Erlebnis. Für die beiden Hasselbacher war die Einladung zugleich ein schönes Zeichen der Wertschätzung und ein weiterer Ausdruck der engen Verbundenheit mit Bayern, dem Chiemgau und den bayerischen Freunden in Berlin.

150 Jahre gelebte Tradition

Ein weiterer Höhepunkt war die Teilnahme an den Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen des Vereins der Bayern in Berlin. Gemeinsam mit zahlreichen Trachtlerinnen und Trachtlern, darunter auch eine Abordnung aus dem Raum Rosenheim, feierten Stefan Mühle und Armin Mühle-Fink dieses außergewöhnliche Jubiläum. 150 Jahre Vereinsgeschichte stehen für gelebte Tradition, die Pflege des bayerischen Brauchtums, einen starken Zusammenhalt und die Bereitschaft, Heimatverbundenheit auch über die Grenzen Bayerns hinaus in die Herzen der Menschen zu tragen. In seinem Grußwort gratulierte Stefan Mühle im Namen der Freiwilligen Feuerwehr Hasselbach und ganz persönlich zu diesem besonderen Jubiläum. Dabei betonte er, dass 150 Jahre Vereinsgeschichte nicht nur Anlass für einen stolzen Blick zurück seien, sondern zugleich ein Auftrag für die Zukunft:

„Traditionen dürfen nicht nur bewahrt werden. Sie müssen gelebt, an die nächsten Generationen weitergegeben und immer wieder neu mit Leben erfüllt werden.“ Als Zeichen der Freundschaft und als kleines Stück hessischer Heimat überreichten die Hasselbacher dem Verein eine Präsentkiste mit Apfelwein der heimischen Kelterei Heil sowie den dazu passenden „Gerippten“. Natürlich durfte auch der Hinweis nicht fehlen, dass sich der hessische Apfelwein im Sommer gut gekühlt pur oder als „Gespritzter“ genießen lässt und im Winter als heißer Apfelwein mit Zimt und Anis besonders gut schmeckt. Im Gegenzug erhielt die Freiwillige Feuerwehr Hasselbach ein Erinnerungsbanner für ihre Vereinsfahne. Dieses besondere Geschenk soll künftig an die Begegnung in Berlin und an die neu entstandene Freundschaft zwischen beiden Vereinen erinnern.

Freundschaft als verbindendes Element

Für die Freiwillige Feuerwehr Hasselbach ist diese langjährige Verbundenheit ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie aus persönlichen Begegnungen echte Freundschaften entstehen können. Gegenseitige Wertschätzung, Verlässlichkeit, gemeinsame Erlebnisse und die Freude an gelebter Tradition verbinden Menschen über viele Jahrzehnte und über Ländergrenzen hinweg. Ein besonderer Dank gilt dabei Toni Hötzelsperger, Helmut Amberger sowie allen Freundinnen und Freunden aus Bayern, dem Chiemgau und Berlin, die diese Verbindung seit vielen Jahren mit großem persönlichen Engagement pflegen. Die Begegnungen beim Oktoberfest der Bayerischen Landesvertretung und beim 150-jährigen Vereinsjubiläum haben gezeigt, dass gerade eine neue Epoche dieser Freundschaft beginnt: die dauerhafte Verbindung zwischen dem Verein der Bayern in Berlin und der Freiwilligen Feuerwehr Hasselbach. Beide Vereine möchten diese besondere Freundschaft auch in Zukunft weiter vertiefen – damit noch mehr bayerisches Lebensgefühl seinen Weg nach Hasselbach und ein Stück hessische Heimat seinen Weg nach Berlin findet.

Ganz im Sinne eines Mottos, das diese besondere Verbindung treffend zusammenfasst:  Freundschaft verbindet – über Regionen, Traditionen und Generationen hinweg.

Bildunterschriften

  • Bild 1: Fröhliche Runde vor dem „Tipi am Kanzleramt“ mit Helmut Amberger, dem Vorsitzenden des Vereins der Bayern in Berlin.
  • Bild 2: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und Stefan Mühle.
  • Bild 3: Stefan Mühle im Gespräch mit Kanzleramtsministerin Nina Warken.
  • Bild 4: Übergabe der hessischen Präsentkiste an den Verein der Bayern in Berlin.
  • Bild 5: Übergabe des Erinnerungsbanners für die Vereinsfahne der Freiwilligen Feuerwehr Hasselbach.

Bericht und Fotos: Stefan Mühle / privat

 


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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