Kirche

Diakonen-Weihe im Liebfrauendom

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, weiht in einem feierlichen Gottesdienst am Samstag, 26. September, um 9 Uhr im Münchner Dom fünf Männer zu Diakonen. Einer der Männer wird als Diakon im Hauptberuf arbeiten, die anderen vier werden den Dienst als Diakone mit Zivilberuf ausüben.

 Stefan Reinbrecht ist 54 Jahre alt und lebt in Kiefersfelden (Landkreis Rosenheim). Der ledige Bankkaufmann wird in Zukunft als Diakon im Hauptberuf im Pfarrverband Rohrdorf (Landkreis Rosenheim) tätig sein.

Andreas Schleinkofer lebt in Hallbergmoos (Landkreis Freising). Der 46-jährige Redakteur und Systemcoach ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Er wird als Diakon mit Zivilberuf im Pfarrverband Hallbergmoos eingesetzt.

Clemens Schwarz ist EDV-Kaufmann und IT-Security-Officer. Der verheiratete 54-Jährige wohnt in Freising und ist Vater eines Kindes. Er wird als Diakon mit Zivilberuf in den Pfarrverbänden Zolling und Langenbach (Landkreis Freising) wirken.

Martin Stegmüller lebt in Ismaning (Landkreis München). Der ledige Jurist und Ministerialdirigent ist 53 Jahre alt und wird als Diakon mit Zivilberuf im Pfarrverband Ismaning-Unterföhring tätig sein.

Joachim von der Beek ist Arzt und lebt in Garmisch-Partenkirchen. Der verheiratete Vater zweier Kinder wird am Tag vor der Diakonenweihe 61 Jahre alt. Als Diakon mit Zivilberuf wird er im Pfarrverband Zugspitze seinen Dienst tun.

Im Erzbistum München und Freising werden mit den fünf Weihekandidaten insgesamt 288 Ständige Diakone tätig sein. 111 von ihnen wirken als hauptberufliche Diakone, 53 als Diakone mit Zivilberuf. 124 Ständige Diakone sind bereits im Ruhestand, viele von ihnen unterstützen jedoch weiterhin in der Seelsorge. 16 weitere Männer befinden sich derzeit in Ausbildung und drei im Aufnahmeverfahren. Das Zweite Vatikanische Konzil hatte die Diakonenweihe in den 1960er-Jahren als eigene Stufe des Weihesakramentes neben der Priester- und der Bischofsweihe erneuert.

„Diakonos“ ist das griechische Wort für „der Dienende“. Diakone widmen sich neben ihren liturgischen Aufgaben vor allem dem Dienst am Menschen und der Sorge für Bedürftige. Insbesondere Diakone mit Zivilberuf sind auch in ihrer Arbeitsumgebung als Seelsorger präsent. Die Weihekandidaten haben sich durch kirchliches Engagement, im Beruf sowie in Ehe und Familie oder in eheloser Lebensform bewährt und bringen diese Erfahrungen in ihre neue Aufgabe mit ein. Sie haben zudem eine mindestens vierjährige berufsbegleitende Ausbildung absolviert, die sowohl ein Theologiestudium als auch Inhalte aus der Praxis umfasst. Zu Diakonen werden neben Männern, die nach der Weihe als Ständige Diakone wirken, auch Männer geweiht, welche die Priesterweihe anstreben. (glx)

Bericht: Erzbischöfliches Ordinariat – Foto: Stefan Reinbrecht (von Tanja Knieler)


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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