Kultur

Endorfer Theaterer bei Pater Rupert Mayer

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Bad Endorfer Theatergesellschaft auf den Spuren von Pater Rupert Mayer

Einen besonders eindrucksvollen Tag erlebten die Mitglieder der Theatergesellschaft Bad Endorf auf ihrer Vorbereitungsfahrt nach München. Spieler und andere Mitwirkende besuchten historische Orte, die im Leben von Pater Rupert Mayer eine zentrale Rolle spielten, dessen bewegende Geschichte vom 25. Mai bis 28. Juni 2026 im Volkstheater Bad Endorf auf die Bühne gebracht wird.

Begegnung mit Geschichte an einem besonderen Ort

Pater Kern, derzeitiger Präses der Marianischen Männerkongregation, führte die Theaterspieler zur Grabstätte von Pater Rupert Mayer in der Bürgersaalkirche und durch das Museum der Kongregation, in dem unter anderem Mayers Gehstock zu sehen ist. Für die Ausflügler wurde nicht nur die Lebensgeschichte des Paters greifbar, sie erfuhren auch vieles über das heutige Leben der Jesuiten und die Arbeit der Männerkongregation, die viele Jahre von Pater Mayer als Präses geführt wurde.

Glaube als verbindendes Element

Die Einladung der Jesuiten zur Heiligen Messe in der Bügersaalkirche nahmen die Theaterspieler gerne an – und stellten gleich noch einen Ministranten zur Verfügung. Florian Bichler, Sohn von Zweiter Vorstand Peter Bichler, durfte Pater Kern beim Durchführen der Messe assistieren. Nicht weit entfernt liegt die Jesuitenkirche St. Michael, wo Pater Rupert Mayer gegen den Nationalsozialismus predigte und – nach einem Leben voller Mut, Glaubensstärke und Widerstandskraft – einen Schlaganfall erlitt.

Einblick in die Zeit des Nationalsozialismus

Nach der Mittagspause besuchte die Theatergesellschaft das NS-Dokumentationszentrum und setzte sich dort intensiv mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinander – jener Epoche, in der Pater Rupert Mayer wegen seines offenen Widerstands verfolgt, inhaftiert und mundtot gemacht wurde. Die gewonnenen Eindrücke helfen den Darstellern, die historischen Hintergründe besser zu verstehen und ihre Rollen noch authentischer zu spielen. Gerade die Szenen, die den Konflikt zwischen persönlicher Überzeugung und politischem Druck zeigen, erhalten durch diese Auseinandersetzung zusätzliche Tiefe.

Gemeinschaft über die Bühne hinaus

Am späten Nachmittag trat die Gruppe die Rückreise nach Bad Endorf an. Für viele klang der Tag anschließend beim Bier- und Weinfest des Trachtenvereins in geselliger Runde aus – ein Zeichen für den starken Zusammenhalt innerhalb der Theatergesellschaft.

Engagement und Sorgfalt

Die Vorbereitungsfahrt nach München hat gezeigt, mit wieviel Engagement und Sorgfalt sich die Theatergesellschaft Bad Endorf auf ihre Theaterstück vorbereitet. Die Verbindung von historischer Recherche, persönlichem Erleben und gemeinschaftlichem Austausch bildet eine wichtige Grundlage für die Inszenierung von „Pater Rupert Mayer“. Das Publikum darf sich auf eine Aufführung freuen, die nicht nur unterhält, sondern auch berührt und zum Nachdenken anregt – getragen von Darstellern, die sich intensiv mit ihrer Rolle und der Geschichte dahinter auseinandergesetzt haben.

Karten für das Stück sind an der Theaterkasse, Öffnungszeiten: Montag und Freitag (außer Feiertag) von 9 Uhr bis 13 Uhr, über die Telefonnummer 08053-3743 und über die Webseite der Theatergesellschaft www.theater-endorf.de erhältlich.

Ein besonderes Angebot hält die Tourist-Info Bad Endorf mit dem Paket „Bad Endorfer Zuckerl plus“ bereit – es kombiniert eine Freikarte für das Theater mit vergünstigten Gutscheinen für Chiemsee-Schifffahrt, Kampenwand-Bahn und Chiemgau-Thermen.

Ferner bietet die Theatergesellschaft auf dem Bad Endorfer Warenmarkt am Sonntag, 3. Mai vergünstigte Eintrittskarten an. Der Stand befindet sich in der Nähe vom Rathaus.

Foto: Bad Endorfer Theatergesellschaft auf den Spuren von Pater Rupert Mayer in München 


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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