Nationalpark Bayerischer Wald setzt bei Spiegelau zwei Naturschutzmaßnahmen um
Zweimal greift der Nationalpark Bayerischer Wald der Natur in der kommenden Woche unter die Arme. Die beiden Naturschutzmaßnahmen finden in der Nähe von Spiegelau statt: Zum einen wird eine nicht mehr benötigte Forststraße renaturiert, zum anderen ein Waldstück ökologisch aufgewertet.
Im Zuge der Maßnahmen wird das Lindaustraßl, welches von der Schwarzachstraße zum Waldbahngleis führt, zu einem schlepperbefahrbaren Weg zurückgebaut. Dabei geht auch das Entfernen einer kleinen Brücke einher, anstatt derer am Schluss lediglich eine Furt durch den Waldhüttenbach entsteht. Der bei Einheimischen recht beliebte Weg kann trotz Rückbau weiterhin genutzt werden. Für diesen Zweck werden im Bereich der Furt Trittsteine eingebaut.

Die nicht mehr benötigte Forststraße kreuzt am Ufer des Waldhüttenbachs den Wanderweg mit der Markierung ‚Baumgruppe‘. (Foto: Andreas Stumpp / Nationalpark Bayerischer Wald)
Durch die Arbeiten wird zum einen die Durchgängigkeit des Gewässers verbessert. Zum anderen befindet sich die Forststraße in einem sensiblen Moorbereich. Durch das Verschließen der Seitengräben ist in Zukunft ein besserer Wasserrückhalt im Wald zu erwarten, der zur Verbesserung des Moor-Lebensraums und somit auch zur Verbesserung der Grundwassersituation beiträgt.
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Von den Arbeiten betroffen ist zudem der Wanderweg mit der Markierung ‚Baumgruppe‘, der das Lindaustraßl auf Höhe des Waldhüttenbaches quert. Hier müssen Besucher während der Arbeiten, die voraussichtlich von 21 September bis 2. Oktober dauern, mit leichten Behinderungen rechnen.
Gleichzeitig mit der Renaturierung am Lindaustraßl findet in der Waldabteilung List, direkt nördlich des Spiegelauer Ortsgebiets, ein Naturschutzhieb statt. Dabei werden angrenzend an die dortige Rad- und Loipen-Trasse auf einer Fläche von fünf Hektar Mischbaumarten und Verjüngung gefördert. Dazu kommt unter anderem ein Debarking Harvester zum Einsatz, der gleichzeitig wertvolle Biotopstrukturen schaffen kann. Dabei handelt es sich vor allem um stehendes und liegendes Totholz. Auf den umliegenden Wanderwegen ist während der Maßnahme mit kurzzeitigen Sperrungen zu rechnen.



