Leitartikel

Priener Schwimmer feiern bayerisch-französische Freundschaft

Begrüßung und Austausch der Delegationen im Rathaus von Graulhet. – Zwei Mitglieder der Delegation sitzen auf einer Holzbank im Vereinsheim. – Bürgermeister bei einem offiziellen Moment im Rathaus.
Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

55 Jahre Freundschaft Graulhet – Prien 50 Jahre Schwimmer-Partnerschaft zwischen beiden Gemeinden

Ein ganzes Wochenende lang feierten eine Delegation aus Prien zusammen mit vielen Vertretern aus der Gemeinde, dem Schwimmverein und dem deutsch-französischen Freundschaftskreis aus Graulhet die jahrzehntelange „Jumelage“ der beiden Orte im französischen Graulhet. Alle drei Priener Bürgermeister machten sich zusammen mit dem Priener Schwimmverein zu einer Reise nach Graulhet auf. Schon bei der Ankunft am Flughafen von Graulhet warteten viele bekannte Gesichter, um den Besuch aus Bayern herzlich in Empfang zu nehmen.

Am Abend gab es dann im Rathaus von Graulhet zuerst einen Austausch mit dem neu gewählten Bürgermeister von Graulhet, Benjamin Verdeil, und den drei Priener Bürgermeistern Andreas Friedrich, Michael Anner und Rosmarie Hell. Anschließend begrüßte der Graulheter Bürgermeister alle Gäste aus Deutschland. Er hob die Besonderheit der jahrelangen Freundschaft hervor und würdigte vor allem auch den jahrzehntelangen Einsatz und das Engagement des Priener Schwimmvereins, die seit 1976 sehr regelmäßig nach Graulhet gefahren sind und mit dem dortigen Schwimmverein aktiv diese Freundschaft pflegen. Es gab viele Fahrten und viele tausend Kilometer, die beide Schwimmvereine auf sich genommen haben, um diese Partnerschaft lebendig zu halten. Seit vielen Jahren ist auch der Schwimmverein Bernau Teil dieser Partnerschaft. Dabei sind auch viele private Freundschaften entstanden, die auch außerhalb des Vereins Bestand haben.

Bürgermeister Verdeil und Friedrich bekräftigen die bayerisch-französische Freundschaft

Bürgermeister Andreas Friedrich bedankte sich in seiner Rede für die Gastfreundschaft und auch die jahrzehntelange freundschaftliche Verbundenheit der Franzosen. Außerdem hatte der Graulheter Bürgermeister noch eine ganz besondere Überraschung für die Gäste aus Prien parat. Er holte die Vorständin des Priener Schwimmvereins, Kathrin Deidesheimer, nach vorne zu sich und verlieh ihr den Titel „Ehrenbürgerin der Stadt Graulhet“ — eine Auszeichnung, die vor ihr noch kein anderer Priener oder Prienerin bekommen hat. Sichtlich überrascht freute sich Kathrin Deidesheimer über diese besondere Auszeichnung und bedankte sich herzlich. Der langjährige Vorstand des Graulheter Schwimmvereins begrüßte auch den langjährigen Priener Vorstand und jetzigen Ehrenvorstand Karl‑Heinz Unger sowie die mitgereisten Vertreter des Vorstands wie Lukas Deidesheimer, Erwin Mrotzek und Regina Wallner. Im Anschluss gab es noch genügend Zeit für einen Austausch bei einem langen und gemütlichen Abendessen. Am nächsten Tag besuchte die Reisegruppe den historischen Ort Cordes. Am Abend waren alle zu Gast beim traditionsreichen Rugby, das in Graulhet eine große Rolle spielt.

Schwimmvereine besonders aktiv im Austausch

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Schwimmerfreundschaft zwischen Graulhet und Prien. Bei einem Empfang würdigte der Vorstand des Graulheter Schwimmvereins die enge Verbundenheit mit den Priener Schwimmern und auch dem Schwimmverein aus Bernau, die an diesem Wochenende leider nicht dabei sein konnten. Für die mitgereisten Schwimmer aus Prien hatten sich die gastgebenden Graulheter Schwimmer etwas Besonderes ausgedacht: Es gab extra bedruckte T-Shirts für alle Teilnehmer, auf denen neben den Metropolen London und Berlin auch die beiden Orte Graulhet und Prien verewigt waren. Und auch die Priener Schwimmer hatten neben Jubiläums-T-Shirts auch schöne Mitbringsel dabei. Gravierte Weißbiergläser und ein getöpferter Krug mit dem Priener Wappen werden in Graulhet im Vereinsheim einen besonderen Platz finden.

Weiterhin Wunsch für aktiven Austausch und Freundschaftspflege

Auch die beiden Bürgermeister bekräftigten nochmals ihren Wunsch, diese Freundschaft zwischen beiden Städten regelmäßig zu pflegen. Sie sprachen jeweils eine Einladung aus, sodass man sich vermutlich das nächste Mal in Bayern wiedersieht. Nach einem gemeinsamen Mittagessen und vielen landestypischen Spezialitäten traten die Priener wieder die Heimreise an — nicht ohne dem gegenseitigen Versprechen, dass man sich hoffentlich bald wiedersehen wird.

Text und Bildmaterial: Regina Wallner


Redaktion

Toni Hötzelsperger

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