Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber gratuliert der Biogärtnerei Herb zum Deutschen Innovationspreis Gartenbau 2026. Der Betrieb aus Kempten im Allgäu erhält den erstmals vergebenen, mit 5.000 Euro dotierten Sonderpreis in der Kategorie „Torfminderung“ für sein Konzept zum weitgehenden Torfverzicht in Kultursubstraten. „Die Biogärtnerei Herb zeigt, was Fachwissen, Beharrlichkeit und Mut zu neuen Wegen bewirken können. Dazu gratuliere ich dem gesamten Team sehr herzlich“, so Kaniber, die auch für den Gartenbau zuständig ist.
Torf speichert Kohlenstoff, beim Torfabbau wird dieser als Kohlendioxid freigesetzt. Torffreies Gärtnern ist deshalb ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, stellt den Gartenbau aber vor Herausforderungen. „Wir brauchen Lösungen, die im Betriebsalltag funktionieren, Pflanzenqualität sichern und wirtschaftlich tragfähig sind. Herb zeigt eindrucksvoll, wie auch kleinere Unternehmen Verantwortung für den Klimaschutz übernehmen, neue Wege gehen und von ihren Erfahrungen auch andere teilhaben lassen“, betont die Ministerin.
Bayern unterstützt diesen Weg mit praxisnaher Forschung: Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau hat 2025 ihre komplette Gartenleistungsprüfung von Beet- und Balkonpflanzen, Stauden und Gemüse auf torffreies Substrat umgestellt. Ergänzend testet sie den Einsatz von torffreien und torfreduzierten Substraten und erarbeitet geeignete Strategien für den Umgang mit veränderten Substrateigenschaften. „Wir geben Hilfestellung für einen erfolgreichen Umstieg, damit klimafreundlicher Gartenbau auch praktisch gelingt“, so Kaniber.
Text: StMELF – Archiv-Foto: Hötzelsperger


