Ende September lädt die Biosphären-Verwaltungsstelle zu drei Veranstaltungen ein, um die Biosphärenregion auf unterschiedliche Art und Weise zu entdecken.
Am Samstag, 26. September 2026, von 13.30 Uhr bis circa 17 Uhr sind Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren eingeladen, gemeinsam mit der Biosphären-Schutzgebietsbetreuerin auf Tour in die herbstlichen Berge zu gehen. Auf einer mittelschweren Wanderung hinauf zur Mordaualm im Lattengebirge gibt es Wissenswertes und Spannendes zur traditionellen Bergland- und Almwirtschaft in den Berchtesgadener Alpen sowie zu den tierischen Bewohnern des Bergwaldes wie dem Auerhuhn. Mit etwas Glück ist das Rotwild bei der Brunft zu hören. Die Tour endet auf der Mordaualm; von dort besteht die Möglichkeit zur gemeinsamen Einkehr oder zum selbstständigen Weiterwandern bzw. Abstieg.
Am Sonntag, 27. September 2026, von 10 bis 13 Uhr führt eine Entdeckungstour vom Gut Edermann zu den Grauen Gehörnten Heidschnucken am Surspeicher. Begleitet wird die Tour von Monika Maria Seidenfuß-Bauernschmid, Inhaberin des Gut Edermann in Holzhausen bei Teisendorf. Auf dem Weg gibt sie Einblicke in die Geschichte des Gutes und der Region, die Zusammenarbeit mit heimischen und ökologisch arbeitenden Landwirten und Erzeugern sowie in die Wildkräuter- und Pflanzenwelt am Wegesrand. Bei den Heidschnucken vermitteln die Schafhalter Anja und Roman Freimuth Wissenswertes über diese alte, gefährdete Nutztierrasse, ihre besonderen Eigenschaften, ihre Bedeutung für die Landschaftspflege sowie über Haltung, Zucht und Vermarktung. Zum Abschluss erwartet die Teilnehmenden eine kleine Verkostung. Die Tour endet am Damm des Surspeichers; der Rückweg nach Holzhausen erfolgt selbstständig.
Bei einer Führung im Eichetwald bei Freilassing gibt es am Dienstag, 29. September 2026, von 17.30 bis 19 Uhr Antworten auf die Frage, wie es den Wäldern geht und was für den Wald von morgen getan wird. Trockenheit, Hitze und Stürme setzen vielen Wäldern zunehmend zu; außerdem bestehen zahlreiche Bestände aus nur einer Baumart und sind damit besonders anfällig für die Folgen des Klimawandels. Der Wald der Zukunft soll vielfältiger, widerstandsfähiger und aus verschiedenen klimarobusten Baumarten zusammengesetzt sein. Unter fachkundiger Begleitung des Bayerischen Amtes für Waldgenetik (AWG) werfen die Teilnehmenden einen Blick auf Baumarten, die als Alternativen für den Waldumbau infrage kommen: Wie viel Wasser brauchen sie? Wie gehen sie mit Hitze um? Welche Chancen und Grenzen gibt es im praktischen Waldbau? Von der Auswahl geeigneter Baumarten bis zur Gewinnung des passenden Saatguts wird Schritt für Schritt deutlich, wie neue Wälder entstehen und warum die Wahl der richtigen Baumarten und Herkünfte entscheidend für die Zukunft der Wälder ist. Diese Führung ist eine gemeinsame Veranstaltung des Bayerischen Amtes für Waldgenetik und der Biosphären-Verwaltungsstelle.
Die Veranstaltungen sind kostenlos; die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung ist verpflichtend bis zum 23.09.2026 (Wanderung Mordaualm), 18.09.2026 (Heidschnucken am Surspeicher) und 22.09.2026 (Wald der Zukunft) unter der Tel.: 08654 30946-10 oder per E-Mail an: veranstaltung-brbgl@reg-ob.bayern.de. Weitere Informationen gibt es im Veranstaltungskalender im Bereich „Besuchen & Erleben“ unter www.biosphaerenregion-bgl.de.
Bericht: Verwaltungsstelle der Biosphärenregion BGL – Foto: Anja Freimuth


