Im Zeichen des Gedenkens an die Opfer der Weltkriege fand heute im Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales der alljährliche Dankempfang zur Würdigung des Ergebnisses der Kriegsgräber-Sammlung statt. 2025 sind bei der Haus‑ und Straßensammlung für den Erhalt der Kriegsgräber mehr als 1,8 Millionen Euro Zuwendungen gesammelt worden. Bei der heutigen Veranstaltung wurde das Sammelergebnis an den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Landesverband Bayern, in Form eines symbolischen Schecks übergeben – ein deutliches Zeichen bayerischer Verantwortung für Erinnerungskultur und Friedensarbeit.
Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf unterstrich die Bedeutung der Kriegsgräberfürsorge: „Erinnerung ist das Fundament unseres Friedens. Die Gräber der Gefallenen sind nicht nur stille Mahnmale, sondern lebendige Zeugen einer Geschichte, die wir nicht vergessen dürfen. Sie verbinden die Vergangenheit mit unserer Gegenwart und erlegen uns die Verantwortung auf, die Werte einer freien, liberalen Demokratie zu bewahren – gerade in Zeiten, in denen politische Spannungen wieder zunehmen. Durch die Pflege dieser Stätten leisten wir einen entscheidenden Beitrag zur Versöhnung, zum Dialog und zur Friedensarbeit, die unser Land stark und solidarisch macht.“
Die Ministerin richtete ihren Dank an alle Helferinnen und Helfer der Sammlung: „Danke, dass Sie erneut eine bemerkenswerte Summe für den Erhalt der Kriegsgräber gesammelt haben. Ihr unermüdliches Engagement stärkt Erinnerungskultur und Friedensbildung. Der Dienst an den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft ist ein Dienst an den Lebenden – für Verständigung, Frieden und Menschlichkeit.“
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. widmet sich der Aufgabe, Kriegstote im In‑ und Ausland zu suchen, würdig zu bestatten und ihre Gräber zu pflegen. Er fördert die Erinnerungskultur und unterstützt die Begegnung und die Bildung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten.
Bericht und Foto: StMAS / Schäffler – Foto zeigt (v.l): Sozialministerin Ulrike Scharf, MdL a.D. Joachim Hanisch, Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Reservisten-, Soldaten- und Traditionsverbände in Bayern (ARST) e.V., Oberst Knuth Jung, stellvertretender Kommandeur Landeskommando Bayern, Regierungspräsident a.D. Wilhelm Wenning, Landesvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.



