Wirtschaft

Höhere Baupreise für Wohnhaus-Neubau

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Wie die Fachabteilung im Bayerischen Landesamt für Statistik mitteilt, ziehen die Baupreise für den Neubau von Wohngebäuden im Freistaat deutlich an. Der Preisindex für den Neubau von Wohngebäuden steigt im Mai 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai 2025 spürbar um 3,9 Prozent. Der Anstieg im Mai 2026 ist damit der stärkste seit August 2023.
Gegenüber der Erhebung im Februar 2026 legen die Baupreise um 2,0 Prozent deutlich zu. Für Rohbauarbeiten ermitteln die Statistikerinnen und Statistiker 4,4 Prozent höhere Preise als noch im Vorjahresmonat. Bei den Ausbauarbeiten steigen die Preise um 3,5 Prozent im Vorjahresvergleich. Seit 2021, dem aktuellen Basisjahr der Statistik der Bauleistungspreise, sind die Preise für den Neubau von Wohngebäuden in Bayern um ein Drittel (+36,3 Prozent) gestiegen. Die Preise für Rohbauarbeiten sind in diesem Zeitraum um 29,8 Prozent und die Preise für Ausbauarbeiten sogar um 41,4 Prozent gestiegen.

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Preisentwicklung beim Wohnbau
Im Jahresvergleich sind im Mai 2026 die Preise für den Neubau von Wohngebäuden in Bayern um durchschnittlich 3,9 Prozent deutlich gestiegen. Dieser Anstieg der Baupreise ist der stärkste Anstieg seit August 2023 (+6,0 Prozent). Im Februar 2026 lag die Preissteigerungsrate binnen Jahresfrist noch deutlich geringer (+2,7 Prozent). Dieser deutliche Anstieg der Baupreise dürfte auf die zuletzt stark gestiegenen Energiepreise sowie die insbesondere energieintensiv hergestellten Baumaterialien zurückzuführen sein. Seit 2021, dem aktuellen Basisjahr der Statistik der Bauleistungspreise, sind die Preise für den Neubau für Wohnungen in Bayern damit um 36,3 Prozent gestiegen.

Im Bereich der Rohbauarbeiten erhöhen sich die Preise im Vorjahresvergleich um durchschnittlich 4,4 Prozent und damit deutlich stärker als noch im Februar 2026 (+2,3 Prozent). Der stärkste Anstieg ist bei Dachdeckungsarbeiten (+7,6 Prozent) und Klempnerarbeiten (+7,5 Prozent) zu beobachten. Bei den Betonarbeiten ist eine Preissteigerung um 3,1 Prozent zu verzeichnen.
Seit 2021 sind die Preise für Rohbauarbeiten um mehr als ein Viertel (+29,8 Prozent) gestiegen.

Bei den Ausbauarbeiten liegen die Preise im Mai 2026 um 3,5 Prozent über den entsprechenden Vorjahreswerten und damit über der Preisentwicklung vom Februar 2025 (+3,0 Prozent).
Die höchste Preissteigerung gibt es bei den Beschlagarbeiten (+13,3 Prozent). Ein Preisrückgang ist bei den Aufzugsanlagen, Fahrtreppen, Fahrsteige und Förderanlagen (-1,4 Prozent) und bei den Naturwerksteinarbeiten (-1,2 Prozent) zu beobachten. Seit 2021 sind die Preise für Ausbauarbeiten um 41,4 Prozent gestiegen.

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Preisentwicklung beim Straßen- und Brückenbau
Im Straßenbau steigen die Preise um 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Preise für Brücken im Straßenbau erhöhen sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent. Sowohl im Straßenbau als auch bei Brücken im Straßenbau liegt die Preissteigerung im Mai 2026 über den Ergebnissen der Erhebung aus dem Februar 2026 (+2,4 Prozent (Straßenbau) und +2,0 Prozent (Brücken im Straßenbau)).

Bericht: Bayerisches Landesamt für Statistik – Foto: Hötzelsperger 

Hinweise:
Mehr Ergebnisse enthält der Statistische Bericht, der voraussichtlich in KW 29 erscheint: „Preisindizes für Bauwerke in Bayern im Mai 2026“ (Bestellnummer: M1400C202642).

Ergänzender Hinweis zur Revision des Preisindex für Bauleistungen
Der Preisindex für Bauleistungen wird in turnusmäßigen Abständen einer Revision unterzogen und auf ein neues Basisjahr umgestellt. Mit den Ergebnissen für den Berichtsmonat Mai 2024 erfolgte die Umstellung von der bisherigen Basis 2015 auf das Basisjahr 2021.


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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