Mit einer feierlichen Abschlussveranstaltung wurden am vorletzten Schultag an der Freien Waldorfschule Chiemgau 14 Schülerinnen und Schüler mit dem Realschulabschluss verabschiedet. Die Klassenbetreuer Julie Pinnau und Ulrich Grüne gaben den Absolventinnen und Absolventen ermutigende Worte für ihren weiteren Lebensweg mit. „Die Ungewissheit, die vielleicht vor Ihnen liegt, kann eine Chance bergen“, betonten die beiden Lehrkräfte. Sie sei eine Gelegenheit, die eigenen Stärken zu entdecken und einzubringen. „Bewahren Sie sich deshalb Ihre Neugier.“
Auch die Bedeutung von Gemeinschaft wurde hervorgehoben, ein zentraler Wert der Waldorfschule. Besonders im Prüfungsjahr sei deutlich geworden, wie wertvoll gemeinsames Lernen und gegenseitige Ermutigung sein können. Grüne erinnerte an ein afrikanisches Sprichwort: „Wer schnell gehen will, geht allein. Wer weit kommen will, geht gemeinsam.“ Diese Erfahrung könne den jungen Erwachsenen auch auf ihrem weiteren Lebensweg Orientierung geben. Sein Dank galt zudem der kooperierenden Achental-Realschule in Marquartstein für die vertrauensvolle Zusammenarbeit bei den Prüfungen. Zum Abschluss zitierte Grüne die Worte, die Mark Twain zugeschrieben werden: „Die beiden wichtigsten Tage deines Lebens sind der Tag, an dem du geboren wurdest, und der Tag, an dem du herausfindest, warum.“
Mit der Übergabe der Zeugnisse endete ein bedeutender Lebensabschnitt und zugleich begann ein neuer. Viele der Absolventinnen und Absolventen haben bereits konkrete Pläne für ihre Zukunft: Nico Lienert startet eine Ausbildung zum Elektroniker in der Region. Rio Wolf zieht es zunächst nach Neuseeland, wo er als Kitesurflehrer arbeiten wird. Esther Reingruber, die eine Klassenstufe übersprungen hat, möchte sich zunächst mit verschiedenen Praktika orientieren und ihren weiteren beruflichen Weg erkunden.
Bericht und Foto: Sylvia Braun, Freie Waldorfschule Chiemgau – Ein neuer Lebensabschnitt liegt vor ihnen: die Absolventen des Realschulabschlusses der Priener Waldorfschule.


