Hunderte von Besuchern nutzten bei angenehmen Temperaturen ohne Regen die Gelegenheit, zum letzten Mal in diesem Jahr das Exter-Kunsthaus in Übersee-Feldwies zu besuchen. Nach den neuen Bestimmungen der Bayerischen Schlösserverwaltung (BSV) dürfen jeweils nur 30 Leute ins Innere des Hauses, sodass sich beim Tag der Offenen Tür lange Schlangen bildeten. Viele besuchten in der Zwischenzeit den gut gepflegten Garten des Hauses. Von der BSV wurde eine mehrseitige Broschüre zur Entwicklung des Gartens herausgegeben. Exter hatte ihn als Blumen-, Gemüse- und Obstgarten angelegt; der Garten hatte der Familie vor allem in Kriegszeiten und danach wertvolle Dienste zum Überleben geleistet.
Am Tag des Offenen Denkmals standen mehrere Mitarbeiter der BSV zur Verfügung, um Fragen zu beantworten. Auch größere Führungen durch Haus und Garten wurden angeboten, von denen rege Gebrauch gemacht wurde. Aus vielen Gesprächen wurde immer wieder deutlich, wie sehr die früheren, fast täglichen Öffnungszeiten während der Saison und der sehr beliebte Antik- und Trödelmarkt im Nebengebäude des Hauses von Einheimischen und Gästen vermisst werden.
Monika Kretzmer Diepold, Vorsitzende und Mitbegründerin des Vereins „Kunsthauses Übersee-Feldwies e.V.“, die das Haus 45 Jahre lang ehrenamtlich geleitet hatte, war im letzten Jahr nach Traunstein gezogen, wo sie jetzt lebt und arbeitet. Auch dank ihrer journalistischen Tätigkeit hat das Exterhaus während ihrer Zeit weit über Bayern hinaus Bekanntheit erlangt. Sie kümmerte sich um Erhalt und Restaurierung des Hauses während ihrer Vollzeit-Berufstätigkeit „nebenher“. Schon 1999 legte sie den historischen Künstlergarten nach den alten Plänen Julius Exters wieder an und hütete und pflegte ihn all die Jahre hindurch.
Die Bayerische Schlösserverwaltung mit Sitz in Schloss Nymphenburg und Außenstelle in Herrenchiemsee führt das Haus seither weiter. Genaueres, wie es im nächsten Jahr weitergeht, ist noch nicht entschieden, denn in 2026 sollten erst einmal Erfahrungen gemacht werden, die bald ausgewertet werden sollen.
Bericht und Bilder: Christiane Giesen







