Mit offenen Türen, überraschenden Begegnungen und Kunst an Orten, an denen man sie nicht unbedingt erwartet: Die Kunstzeit Prien 2026 ist zu Ende gegangen. Was bleibt, sind viele Bilder und Eindrücke – und vor allem die besondere Atmosphäre dieser Sommerwochen.
Über mehrere Wochen war Kunst im ganzen Ort präsent: in Galerien und Ateliers, in leerstehenden Räumen und Schaufenstern, in Kirchen, Kliniken, Geschäften, Cafés und im öffentlichen Raum. Etablierte Künstlerinnen und Künstler trafen auf junge Positionen, Menschen aus der Region auf Gäste, Kunstinteressierte auf diejenigen, die eher zufällig vor einem Werk stehen blieben. Gerade diese Offenheit hat die Kunstzeit ausgemacht. Türen standen offen – ganz wörtlich und auch im übertragenen Sinn. Es wurde geschaut, gefragt, diskutiert und manchmal einfach nur gemeinsam gestaunt. Künstlerinnen und Künstler waren vor Ort, erzählten von ihrer Arbeit und kamen mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch. Kunst wurde nicht nur betrachtet, sondern zum Ausgangspunkt für Begegnungen, Gedanken und neue Perspektiven.
Und die Impulse gingen weiter. Besonders erfreulich war, wie viele neue Verbindungen auch zwischen den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern entstanden sind. Unterschiedliche Generationen, Arbeitsweisen und künstlerische Positionen begegneten sich und tauschten sich aus. Aus manchen dieser Begegnungen sind bereits Ideen für gemeinsame Ausstellungen und neue Projekte hervorgegangen. Auch darin liegt eine besondere Qualität der Kunstzeit: Sie bringt Menschen und Ideen zusammen, schafft Raum für Gespräche und gibt Impulse, die über die Dauer der Ausstellung hinausreichen. Wie groß die Neugier und das Interesse waren, zeigte sich besonders bei den Kunstspaziergängen. Die Führungen durch den Ort waren außerordentlich gut besucht. Gemeinsam wurden Ausstellungen entdeckt, Ateliertüren geöffnet und Künstlerinnen und Künstler an ihren Werken getroffen. Oft entstanden dabei Gespräche, die weit über eine klassische Führung hinausgingen. Kunst wurde unmittelbar, persönlich und nahbar.
Ein weiterer Höhepunkt war die feierliche Verleihung der Kunstpreise im Foyer des Chiemsee-Saals. Mit Theresa Springl, Clemens Büntig und Sylvia Roubaud wurden drei sehr unterschiedliche künstlerische Positionen gewürdigt. Der sehr gut besuchte Abend wurde zugleich zu einem schönen Fest der regionalen Kunstszene und ihrer Vielfalt. Auch der RFO-Film zur Kunstzeit hat vieles von dieser besonderen Stimmung eingefangen: die Kunst im Ort, die Spaziergänge, die Gespräche und die Menschen dahinter. Er ist auf der Internetseite des Kulturfördervereins Prien zu sehen und lässt diesen Kunstsommer noch einmal lebendig werden. Dass all dies möglich war, ist den vielen Künstlerinnen und Künstlern, den Gastgeberinnen und Gastgebern, die ihre Räume und Türen für die Kunst geöffnet haben, dem Markt Prien, dem Kulturförderverein Prien, dem Kuratorenteam Ingrid Fricke und Martina Lehmenn sowie allen, die vor und hinter den Kulissen mitgedacht, mitgetragen und mitgeholfen haben, zu verdanken.
Nun geht ein besonderer Kunstsommer zu Ende. Die Kunstzeit macht für zwei Jahre Pause – viele Begegnungen, Ideen und neue Verbindungen aber werden weiterwirken, erste gemeinsame Projekte sind bereits im Entstehen. So bleibt die Kunstzeit 2026 in Erinnerung: als ein Sommer voller Kunst, offener Türen, inspirierender Begegnungen und einer besonderen Atmosphäre im ganzen Ort. Und nach einer kleinen Pause heißt es in zwei Jahren wieder: Kunstzeit in Prien.
Weitere Informationen im Tourismusbüro Prien, Alte Rathausstraße 11, sowie online unter tourismus.prien.de/kunsttage erhältlich.
Bericht und Foto: Markt Prien a. Chiemsee – Die Kunstzeit 2026 bleibt als ein Sommer voller Kunst, offener Türen, inspirierender Begegnungen und einer besonderen Atmosphäre im ganzen Ort in Erinnerung. Nach einer kleinen Pause heißt es in zwei Jahren wieder: Kunstzeit in Prien.


