471. Aschauer Markt-Sonntag: Ein Marktsonntag wie aus dem Bilderbuch – heute am Montag ist Festzeltausklang mit dem Kesselfleisch- und Giggerlessen ab 17 Uhr.
Sonne, beste Marktatmosphäre und ein Markt, der seit Jahrhunderten Menschen begeistert: Der 471. Aschauer Markt-Sonntag am 6. September 2026 zeigte einmal mehr, warum der traditionsreiche Warenmarkt weit über die Grenzen Aschaus hinaus bekannt und beliebt ist. 471 Jahre – allein diese Zahl ist beeindruckend. Seit Jahrhunderten gehört der Aschauer Markt fest zum Jahreslauf und ist für viele ein Termin, den man einfach nicht verpassen möchte. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen präsentierte sich der Markt heuer von seiner allerbesten Seite: ein Marktsonntag wie aus dem Bilderbuch. Organisiert wird der Markt alljährlich von der Tourist Info Aschau, unterstützt vom gemeindlichen Bauhof. Schon am Vormittag füllten sich die Straßen. Entlang der Schulstraße, Schützenstraße und Zellerhornstraße reihten sich die Marktstände aneinander.
Über 100 Aussteller und Standler boten eine bunte Mischung aus Käse, Wurst, Schmuck, Strumpfwaren, Kunsthandwerk, Süßigkeiten und vielem mehr. Neben zahlreichen altbewährten Ausstellern gab es auch Neues zu entdecken. Auch das heimische Gewerbe und Handwerk öffnete seine Türen und machte so ganz Aschau zum großen Marktgelände. Überall wurde geschaut, gestöbert, gekauft und natürlich auch ausgiebig geratscht – denn genau das gehört zum Aschauer Markt genauso dazu wie die Marktstände selbst. Ein Treffpunkt für Jung und Alt. Der Aschauer Markt ist weit mehr als ein Warenmarkt: Er ist ein Ort der Begegnung. Freunde, Bekannte und Verwandte treffen sich, bleiben stehen, halten einen Ratsch und genießen gemeinsam diesen besonderen Tag. Auch die kleinen Besucher kamen voll auf ihre Kosten. Kinderkarussell, Kindereisenbahn, Sand-Baggern und zahlreiche Mitmachangebote sorgten für Unterhaltung. In der Preysing-Grundschule präsentierten die Eisenbahnfreunde Chiemgau ihre beeindruckende Modelleisenbahn.
Ein beliebter Anziehungspunkt war auch heuer wieder der Glückshafen der Aschauer Senioren und des Kneipp Vereins Aschau e.V. Als fester Bestandteil des Marktes darf er beim Aschauer Marktsonntag natürlich nicht fehlen. Hunderte attraktive Preise warteten darauf, von den glücklichen Gewinnern mit nach Hause genommen zu werden. Musikalisch begleitet wurde der Markt von der „Zaunstemp’n Musi“ bei der Metzgerei Angermann und den „Gamskrainern“ beim Stand des Hohenaschauer Brauhauses. Im Festzelt sorgten die Söllhubener Blaskapelle und ab dem Nachmittag die Chiemgauer Musi für beste Stimmung. Ein beliebter Treffpunkt am Marktsonntag war natürlich das Festzelt in der Schützenstraße, das von der Wirtsfamilie Heinrichsberger bewirtet wird. Ob Kinder mit Zuckerwatte oder ihrem neu erstandenen Bulldog, Besucher mit ihren neu erstandenen Schätzen oder Freunde beim gemütlichen Ratsch – der Markt zeigte auch heuer wieder, was ihn so besonders macht: Er verbindet Warenvielfalt mit Tradition, Begegnung und einem ganz eigenen Aschauer Charme.
Und so zog es die Besucher über den ganzen Tag durch den Markt und bis hinauf auf den Kirchberg: von Stand zu Stand, von Geschäft zu Geschäft und schließlich zum gemütlichen Beisammensein ins Festzelt oder an den Ständen. Genau diese Mischung aus Markt, Begegnung und Geselligkeit macht den ersten Sonntag im September für viele zu einem festen Termin im Jahreskalender. Ganz vorbei ist die Festwoche damit jedoch noch nicht. Am Montag, 7. September, klingt die Aschauer Markt- und Festwoche beim traditionellen Tag der Betriebe gemütlich aus. Ab 17:00 Uhr stehen im Festzelt traditionelles Kesselfleisch und Hendlessen auf dem Programm. Ein geselliger Abend und der entspannte Ausklang einer schönen Festwoche, die in Aschau einmal mehr ganz im Zeichen von Tradition, Begegnung und Gemeinschaft steht. 471 Jahre Marktgeschichte – und trotzdem jedes Jahr aufs Neue lebendig. Der 471. Markt-Sonntag hat einmal mehr gezeigt, warum dieser besondere Tag am Fuße der Kampenwand für so viele Menschen zum festen Bestandteil des Jahres gehört. Ein Marktsonntag wie aus dem Bilderbuch – und ein weiteres Kapitel in der langen Geschichte des traditionsreichen Aschauer Marktes.
Text und Fotos: Herbert Reiter

















