Am 4. September 2026 folgten ca. 2.000 Ehrenamtliche aus ganz Deutschland der Einladung des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier zum Bürgerfest im Garten der Villa Hammerschmidt. Für Christian Kammerbauer und mich als seine Begleitung war es unter anderem deshalb ein besonderes Erlebnis, weil das Fest diesmal aufgrund der Renovierungsarbeiten von Schloß Bellevue in Berlin, in den Garten der Villa Hammerschmidt in Bonn verlegt wurde.
Das Motto des Bürgerfestes lautet in diesem Jahr „Musubu“ (japanisch für „Verbinden“) und steht für die Idee, Menschen durch Engagement miteinander zu verknüpfen. Gastland ist in diesem Jahr Japan, das Steinmeier als “wichtigen Wertepartner und guten Freund” hervorhebt. Japan ist das erste asiatische Partnerland beim Bürgerfest des Bundespräsidenten. Von Taiko, der traditionellen japanischen Trommelkunst, bis zum historischen Schwertkampf Kenjutsu gab es viel Einblicke in die japanische Kultur.
Wieder einmal hat sich gezeigt, dass unser boarisches Trachtengwand Tür und Tor öffnet, mit anderen Gästen ins Gespräch zu kommen, was wir fleißig getan haben. Von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt, über Historiker, THW, eine 18-jährige Stadträtin, die 2014 mit ihrer Familie aus Syrien nach Schwabach kam u.v.m. Tiefe Einblicke erhielten wir in die Arbeit der Pfadfinder ebenso wie in die vom überaus sympathischen Olympiasieger und Rodelweltmeister Felix Loch, der auf die baldige Wiedereröffnung der Rodelbahn in Königssee hofft. Genauso freute uns auch die Begegnung mit Trachtlern vom Allgäuer Gauverband aus Kranzegg, den Trachtenkameradinnen Ute und Rebecca Simpfendörfer aus Öhringen, die wir vom Dt. Trachtentag kennen sowie mit Benedikt Paul von den Samerberger Musikanten, da wir alle nicht wussten, dass wir uns in Bonn treffen würden.
An vielen Ständen war für das leibliche Wohl gesorgt, wobei es schon etwas Besonderes war, von Johann Lafer höchstpersönlich das Essen gereicht zu bekommen. Zahlreiche Ausstellerfirmen informierten über eine große Bandbreite und sorgten mit Essen und Getränken auch dafür, dass der Bundeshaushalt durch das Fest nicht zu sehr belastet wurde.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: “Sie alle tragen zum Zusammenhalt in unserem Land bei und stärken auf diese Weise die Demokratie in Deutschland. Mit Hass und Hetze baut man keine Zukunft. Vertrauen wir auf das, was uns seit den Bonner Tagen stark gemacht hat: In Krisen nicht verzagen, Ärmel hochkrempeln und anpacken.” Wehmütig zeigte sich Frank-Walter Steinmeier, denn es war das letzte Bürgerfest für ihn als Bundespräsident.


























