Natur & Umwelt

Bayern zum Welttag Naturschutz

Veröffentlicht von Toni Hötzelsperger

Der 28. Juli steht weltweit im Zeichen des Naturschutzes. Der sogenannte „Welttag des Naturschutzes“ soll das Bewusstsein dafür schärfen, dass gesunde Ökosysteme, artenreiche Landschaften und stabile Wälder die Grundlage für das Leben heutiger und künftiger Generationen sind. Der Aktionstag erinnert daran, dass der Schutz von Natur und natürlichen Ressourcen eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist.

„Naturschutz ist kein Nischenthema und kein Luxus. Er betrifft uns alle. Sauberes Wasser, fruchtbare Böden, eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt und widerstandsfähige Wälder sind die Grundlage für unsere Ernährung, unsere Gesundheit und unsere Lebensqualität“, betont Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber.

Dabei setzt Bayern bewusst auf Kooperation statt Konfrontation. Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Naturschutz sind keine Gegensätze, sondern starke Partner für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen. „Unsere Bäuerinnen und Bauern und unsere Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer leisten jeden Tag einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität. Wer unsere Kulturlandschaften erhält, artenreiche Wiesen und Hecken pflegt oder klimastabile Mischwälder aufbaut, handelt aktiv für die Natur und für kommende Generationen“, so Kaniber.

Ein zentraler Baustein ist der Ökolandbau. Bereits heute wirtschaften rund 10 500 Betriebe in Bayern auf 14 Prozent der Landwirtschaftsfläche nach den Grundsätzen des ökologischen Landbaus und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Boden, Wasser, Klima und Biodiversität. Ebenso erfolgreich sind die beiden bayerischen Agrarumweltprogramme, das Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) und das Vertragsnaturschutzprogramm (VNP). Hier setzen Landwirte freiwillig spezifische Maßnahmen auf ihren Flächen um und werden angemessen dafür zielgerichtet unterstützt, dass sie zum Beispiel weniger Pflanzenschutz- und Düngemittel einsetzen oder Grünlandbestände später mähen, ihre Flächen also extensiver bewirtschaften.

 „Naturschutz funktioniert dann besonders gut, wenn der Mehrwert für alle Beteiligten ersichtlich ist. Unsere Programme zeigen eindrucksvoll, wie Kooperation und Eigenverantwortung zu messbaren Erfolgen für Artenvielfalt und Lebensräume führen können“, sagt die Ministerin.

Auch der Wald spielt für den Naturschutz eine Schlüsselrolle. Angesichts von Klimawandel, Trockenheit und Schädlingsbefall unterstützt Bayern den Umbau der Wälder hin zu vielfältigen und klimastabilen Mischbeständen wie kein anderes Land. „Der Waldumbau ist eine Investition in die Zukunft und den Naturschutz zugleich. Vielfältige Wälder schützen die Artenvielfalt, speichern Kohlenstoff, sichern die Holzversorgung und erfüllen wichtige Schutzfunktionen für Mensch und Umwelt. Wer heute den Wald von morgen gestaltet, übernimmt Verantwortung für kommende Generationen.“ Dank Unterstützung durch den Freistaat haben die Waldbesitzer allein im letzten Jahr 12,5 Millionen neue Zukunftsbäume gepflanzt“, bekräftigt Kaniber.

Über das Vertragsnaturschutzprogramm Wald wurden zudem im Privat- und Körperschaftswald allein im letzten Jahr 8,6 Millionen Euro ausgezahlt, damit wurden unter anderem 30 415 Biotopbäume gezielt erhalten. Zum Welttag des Naturschutzes verdeutlicht die Ministerin, dass jeder seinen Beitrag leisten kann: „Im Garten, auf dem Balkon, beim Einkauf regionaler Produkte oder durch Wertschätzung für die Arbeit der Menschen, die unsere Kulturlandschaften pflegen. Naturschutz gelingt nicht gegeneinander, sondern nur miteinander. Bayern zeigt, dass Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Naturschutz gemeinsam stark sind.“

Bericht: Bayerisches Landwirtschaftsministerium – Foto: Hubert Bosch – Schwarzspecht mit Nachwuchs an einer Bruthöhle im Buchenwald.

 


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Toni Hötzelsperger

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