Der beliebte Klimawandelgarten am Landwirtschaftsministerium öffnet wieder seine Tore und startet in eine neue Gartensaison. Nach der Winterpause verspricht der Garten mit neuem Schwerpunkt auf insektenfreundliche Bepflanzung erneut ein Highlight in der Münchner Innenstadt zu werden.
Beim Eröffnungsrundgang betonte Gartenbauministerin Michaela Kaniber: „Am Welttag der Bienen setzen wir mit der Eröffnung des Klimawandelgartens ein Zeichen für den Schutz der Bestäuber. Ohne sie sind wir Menschen wirklich aufgeschmissen.“ Und weiter sagte sie: „Jeder Einzelne von uns kann und muss seinen Beitrag zum Anpassen an den Klimawandel und dessen Folgen leisten. Nur gemeinsam können wir beispielsweise das Überhitzen der Städte durch das Bepflanzen von öffentlichen und privaten Flächen, Gärten und Parks abmildern.“
Wie das ganz konkret gelingen kann, zeigen die informativen Ausstellungsbeiträge im Klimawandelgarten: zum Beispiel mit Hopfen begrüntem Fassaden oder Schatten spendenden mobilen Kletterpflanzen. Klimafestes Naschobst und klimaresiliente Gemüsearten sind ebenfalls angebaut; sie laden zum Probieren ein. Zudem können die Besucher bienenfreundliche Staudenbepflanzungen und begrünte Dächer bewundern. Alles in allem gibt es vielfältige praktische Tipps zur Grün- und Gartengestaltung im öffentlichen und privaten Umfeld. Eine virtuelle Schnitzeljagd und ein Bienenhäuschen mit Informationen zu Honigbienen und Honig runden den Besuch im Garten an der Galeriestraße ab: Warum hat die Biene Fühler? Was ist ein Pollenhöschen? Wie wärmen sich Bienen im Winter und warum tanzen sie? Antworten auf diese und viele andere Fragen können die Besucher im „Bienenhäuschen“ mit einem Würfelspiel selber entdecken. Außerdem sorgen Mitmachaktivitäten rund ums Thema Biene für einen Perspektivwechsel: Ein Blick durch eine Brille, um die Umgebung wie Insekten wahrzunehmen oder die Erfahrung wie lange die Erinnerung an einen blumigen Duft währt. „Ganz nach dem Motto ‚Biene trifft Blüte‘ können Besucherinnen und Besucher im Schaugarten eindringlich erleben, dass es ohne Bienen weder Honig noch Bestäubung der Pflanzen geben würde und somit auch nur eine eingeschränkte Obst- und Gemüseauswahl“, sagte Ministerin Kaniber.
Bei ihrem Rundgang rief Kaniber außerdem dazu auf, im eigenen Garten Wasser zu sparen und das kostbare Gut effizient einzusetzen: „Gießen Sie bitte nur dort, wo es unbedingt nötig ist. Auch die Auswahl von trockenheitstoleranten Pflanzen spart in regenarmen Zeiten Wasser.“ Ergänzend dazu präsentiert das Landwirtschaftsressort im Klimawandelgarten das Projekt „FutureCrop“ mit neuen Kulturarten für trockene Standorte – darunter Augenbohne, Erdnuss, (Trocken-)Reis, Schwarzkümmel und Sesam. „Ob groß oder klein, alle Interessierten sind eingeladen, sich in unserem Garten näher mit dem Anbau von Klima-Gemüse, dem Begrünen von Fassaden und dem verantwortungsvollen Nutzen von Regenwasser zu beschäftigen. Wir freuen uns über möglichst viele Besucher in unserem jederzeit frei zugänglichen Garten“, so die Ministerin abschließend.
Einmal im Monat werden Führungen angeboten. Eine Übersicht zu den geführten Rundgängen und andere aktuellen Terminen können Interessierte unter www.lwg.bayern.de/klimawandelgarten finden. Der Klimawandelgarten an der Ecke Ludwig-/Galeriestraße ist ein Projekt der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Kooperation mit der Landesvereinigung Gartenbau Bayern. Weitere Informationen zum Thema finden sich unter dem Link https://www.lwg.bayern.de/mam/cms06/landespflege/dateien/merkblatt_farbe_fuer_stadt_und_land_in.pdf
Bericht und Foto: Bayerisches Landwirtschaftsministerium / Stefanie Büchl/StMELF – Bild zeigt Staatsministerin Michaela Kaniber im wieder eröffneten Klimawandelgarten an der Galeriestraße in München gemeinsam mit Stefan Spiegl (1.v.l., Präsident des Landesverbands Bayerischer Imker e.V.), Herrmann Berchtenbreiter (3.v.l., Präsident Landesvereinigung Gartenbau Bayern), Dr. Jörg Hirsche (4.v.l., Leiter der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau).



