Tourismus

Neue Brücke an der Alten Klause

Veröffentlicht von Günther Freund

Sperrung beliebter Wanderroute bei Finsterau ab sofort aufgehoben

Rund vier Wochen konnten Wanderer die beliebte Wanderroute zwischen dem Reschbachtal und der Reschbachklause nur über eine Umleitung nutzen. Der Grund waren Brückenbauarbeiten an der ehemaligen Alten Klause bei Finsterau. Ende letzter Woche erfolgte der erfolgreiche Einhub und die Montage des neuen Bauwerks. Die Freigabe des neuen Überwegs konnte nun noch vor Beginn der Pfingstferien erfolgen.

„Das alte Brückenbauwerk an der ehemaligen Alten Klause bei Finsterau war stark in die Jahre gekommen und damit nicht mehr sicher“, erklärte Johannes Dick, der stellvertretende Leiter des Sachgebietes Servicezentren und Bauwesen in der Nationalparkverwaltung. „Nur dank einer Behelfsbrücke, die wir dort bereits im Herbst 2024 als Übergangslösung errichtet hatten, konnte die Strecke für unsere Besucher weiter nutzbar bleiben.“ Umso mehr freute sich Dick nun über den zügig umgesetzten Neubau. „Die neue Fußgängerbrücke aus Stahl und Holz ist zehn Meter lang, einen Meter breit und überspannt den Reschbach an derselben Stelle wie die alte Brücke.“ Durch den Bau neuer, ein paar Meter zurückversetzter Brückenfundamente konnten die alten Mauern der ehemaligen Brücke erhalten bleiben. „Es handelt sich dabei immerhin um ein geschichtsträchtiges Bauwerk, das wir als Teil des historischen Triftkanals zwischen der Reschbachklause und dem Reschbachtal erhalten wollten“, erläuterte Dick. Zudem seien die neuen Brückenfundamente damit besser vor den rauschenden Wassern des Wildbachs geschützt. Die Arbeiten konnten so außerdem möglichst naturverträglich durchgeführt werden, weil keine Eingriffe ins Bachbett nötig wurden. Um die Brücke noch vor dem Start der Pfingstferien für die Besucher freigeben zu können, wurden entlang der Geländer übergangsweise Sicherheitsnetze montiert. „Diese können wir nach kleineren Nacharbeiten aber bald wieder entfernen“, erklärte der Nationalparkmitarbeiter.

 Neue Brücke an der Alten Klause: Durch zurückgesetzte neue Brückenfundamente konnten die alten Mauern des ehemaligen Bauwerks erhalten werden. (Foto: Johannes Dick/Nationalpark Bayerischer Wald)

Etwa vier Wochen dauerten die Bauarbeiten an der ehemaligen Alten Klause. Rund 165.000 Euro kosteten Planung und Bau. Während die Alte Brücke noch für forstwirtschaftlichen Lastverkehr konzipiert war, handelt es sich beim neuen Überweg um eine reine Fußgängerbrücke. „Hier inmitten der Naturzone des Nationalparks, wo keine Eingriffe stattfinden, ist ein massiveres und damit auch deutlich teureres Bauwerk zum Glück nicht nötig“, so Johannes Dick. Er bedankte sich bei den beteiligten Baufirmen und dem beauftragten Planungsbüro für die gute Zusammenarbeit und die rasche Umsetzung des Projektes.

Ein Video vom Einheben der neuen Brücke ist auf dem YouTube-Kanal des Nationalparks zu finden.


Redaktion

Günther Freund

1944 in Bad Reichenhall geboren, Abitur in Bad Reichenhall, nach dem Studium der Geodäsie in München 3 Jahre Referendarzeit in der Vermessungs- und Flurbereinigungsverwaltung mit Staatsexamen, 12 Jahre Amtsleiterstellverteter am Vermessungsamt Freyung, 3 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Zwiesel und 23 Jahre Amtsleiter am Vermessungsamt Freyung (nach Verwaltungsreform mit Vermessungsamt Zwiesel als Aussenstelle). Seit 2009 im Ruhestand, seitdem in Prien am Chiemsee wohnhaft.

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