Land- & Forstwirtschaft

Staatsehrenpreis für Bayerns Ausbilder

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Bei der praktischen Ausbildung in der Landwirtschaft geht es um mehr als Fachwissen: Die landwirtschaftliche Ausbildung vermittelt auch wirtschaftliches Denken, soziale Verantwortung und Respekt vor dem Arbeiten mit und in der Natur. Denn Ziel ist es, später einen Betrieb eigenständig führen zu können. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat jetzt sechs Betriebsleiter für ihre vorbildliche Ausbildung mit dem Staatsehrenpreis ausgezeichnet.

„Unsere Auszubildenden sind fest in den Betriebsalltag, oft auch in die bäuerlichen Familien eingebunden. Das ist eine große Stärke unserer familiengeführten Landwirtschaft in Bayern. Auf den ausgezeichneten Betrieben lernen junge Menschen verantwortungsvoll und fachkundig zu arbeiten“, sagte die Ministerin bei der Feier. Der Staatsehrenpreis wird heuer zum sechsten Mal verliehen. Er steht unter dem Motto „Fördern, Fordern, Voranbringen“ und bietet Orientierung bei der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsbetrieb. „Die Landwirtschaft wandelt sich rasant. Deshalb brauchen wir sehr gut ausgebildete Fachkräfte und Betriebsleiter. Die sechs Preisträger leisten mehr als nötig und stärken dadurch den guten Ruf der bayerischen Ausbildung“, so Kaniber.

Immer mehr junge Menschen ohne landwirtschaftlichen Hintergrund interessieren sich für eine Ausbildung in der Agrarwirtschaft. Bereits ein Drittel der Auszubildenden stammt nicht mehr aus der Landwirtschaft. „Mit dem Staatsehrenpreis zeichnen wir Betriebe aus, die vorbildlich ausbilden. So machen wir dieses Engagement sichtbar und stärken die Wertschätzung für ihre Arbeit. Die Ausbilder und ihre Familien begleiten junge Menschen in einer wichtigen Lebensphase. Sie geben Wissen, Werte und Verantwortung weiter. So finden junge Menschen ihren Weg in der Landwirtschaft mit Können und Selbstvertrauen“, sagte die Ministerin.

Derzeit befinden sich bayernweit mehr als 1.400 junge Menschen in Ausbildung zur Landwirtin und zum Landwirt (1.414, Stand 31.12.2025). Im September letzten Jahres haben rund 750 junge Menschen ihre Ausbildung mit dem Berufsgrundschuljahr begonnen, etwa 800 starteten ihre betriebliche Ausbildung.

Das Landwirtschaftsministerium, der Verband landwirtschaftlicher Meister und Ausbilder (VLM) und der Verband für landwirtschaftliche Fachbildung (vlf) verleihen gemeinsam den Staatsehrenpreis „Vorbildliche Ausbildung in der Landwirtschaft“. Wichtig sind vor allem der Einsatz des Betriebsleiters, die individuelle Förderung sowie Fortbildungen und Zusatzangebote für Ausbilder und Auszubildende.

Die siebte Bewerbungsrunde um den Staatsehrenpreis startet am 1. September. Landwirtschaftsministerin Kaniber lädt alle bayerischen Ausbildungsbetriebe ein, sich zu bewerben. Weitere Informationen gibt es unter www.vorbildliche-ausbildung.bayern.de

Bericht und Foto: Bayerisches Landwirtschaftsministerium / Matthias Balk –  Bild zeigt Staatsministerin Michaela Kaniber mit den diesjährigen Preisträgern und weiteren Ehrengästen.


Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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