Bad Reichenhall. „Musik kann die Welt verändern“, mit dieser treffenden Botschaft begrüßte Margarethe Schlegl im Alten Feuerhaus alle Eltern und Großeltern der Kinder aus ihren Chören. Für sie selbst seien die Kinder, mit denen sie jede Woche arbeite, „wunderbare Künstlerinnen und Künstler“, die ihre Welt bereichern.
Den Auftakt machten die jüngsten Sängerinnen und Sänger, die „Haller Spatzen“. Mit viel Begeisterung präsentierten sie „Eine kleine Schlange“ und ließen dabei mit bunten Sockenschlangen an den Händen die Liedgeschichte lebendig werden. Auch bei „Drunt in der greana Au’“ unterstützten sie den Gesang mit Gesten. Fröhlich und schwungvoll erklang anschließend „Alle Vögel sind schon da“. Einfühlsam begleitet wurden die Chöre von Sarah Yafet am Klavier und Olga Krasauskas an den kreativ eingesetzten Percussion-Instrumenten, wie kleine Trommel, Becken, Chimes oder Rassel.
Gemeinsam mit den etwas älteren Haller Staren stimmte das Publikum kräftig in den Kanon „Singen macht Spaß und Singen tut gut“ mit ein. Dass Musik auch Mut macht und verbindet, wurde an diesem Vormittag immer wieder spürbar. Schlegl erklärte, dass die Kinder Mehrstimmigkeit zunächst über Kanons lernen. So sorgte etwa das Lied vom Kakadu zur Melodie des englischen „Kookaburra“ für gute Stimmung. Auch bei „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ hatten die Zuhörerinnen und Zuhörer bei Nachttopf mit Beleuchtung und Brille mit Gardinen ihren Spaß. Rhythmusgefühl bewiesen die Kinder mit präziser Body Percussion. Besonders mitreißend wirkte das afrikanische Lied „Kusimama“, das mit rhythmischem Stampfen und Klatschen nicht nur Lebensfreude vermittelte, sondern auch eine Botschaft von Hoffnung und Zuversicht.
Anspruchsvolle Stücke präsentierten die „Haller Lerchen“ mit englischer Sprachakrobatik und Scat-Gesang. Ob bei „Can you Feel the Rhythm“ oder „One Small Voice“ – stets stand die verbindende Kraft der Musik im Mittelpunkt. Denn Singen ist ansteckend, und auch nur eine Stimme kann andere und schließlich die ganze Welt dazu bringen zu singen, heißt es im Liedtext. Eindrucksvoll gelang auch der bekannte Cup-Song „When I’m Gone“, der höchste Konzentration auf den gemeinsamen Rhythmus verlangte. Mehrstimmig erklang außerdem „Alles nur geklaut“ von den „Prinzen“.
Zum Finale begeisterte der Schulchor Heilingbrunn mit „Stimmakrobaten“, „Mein Opa ist ein optimaler Typ“ – so kamen auch die Opas zu ihrem Recht – und „Music is everywhere“. Die Botschaft war klar: Musik ist überall und erreicht direkt das Herz. Gemeinsam sangen schließlich alle 50 Kinder „Danke, liebe Mama“. Als besondere Geste überreichten sie ihren Müttern gehäkelte Rosen – von einer Mutter gearbeitet und ein berührender Abschluss eines Konzerts voller Freude, Gemeinschaft und Herzlichkeit.
Nächstes Konzert am 21. September in der Konzertrotunde zusammen mit dem Chor Rock’n’hall unter der Leitung von Klaus Ackermann
Bericht und Fotos: Brigitte Janoschka – Ca. 50 Kinder aus vier Chören bestritten das Muttertagskonzert / Die Haller Spatzen sangen und spielten “Eine kleine Schlange“ / “Kusimama” sangen die Haller Stare auf Suaheli / “Alles nur geklaut” – fast wie die Prinzen sangen die Haller Lerchen / “Music is everywhere” und geht ins Herz mit dem Schulchor Heilingbrunn





