510 Jahre ist es her, dass das bayerische Reinheitsgebot zum Bierbrauen erlassen wurde. Der Freistaat ist auch noch heute ein sehr bedeutendes Land des schmackhaften Gerstensaftes. So haben 41,6 Prozent aller im Jahr 2025 in Deutschland ansässigen Braustätten ihren Sitz in Bayern.
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik auf Grundlage der vom Statistischen Bundesamt durchgeführten Biersteuerstatistik weiter mitteilt, erzielen diese im Jahr 2025 mit 22,5 Millionen Hektolitern den höchsten Bierabsatz unter den Bundesländern. Im Vergleich zum Vorjahr nimmt der Bierabsatz der bayerischen Brauereien um 5,4 Prozent ab.
Ins Ausland wurde im Vorjahresvergleich um 8,4 Prozent weniger Gerstensaft verkauft.
Die Exportquote beläuft sich im Jahr 2025 auf 23,8 Prozent.
Schweinfurt. Nach dem bayerischen Reinheitsgebot, welches am 23. April 1516 in Ingolstadt verkündet wurde, wird noch heute in Deutschland Bier gebraut. Hieraus abgeleitet wird am Donnerstag, 23. April 2026, also 510 Jahre später, in vielen Regionen der Tag des deutschen Bieres gefeiert. Der Freistaat Bayern ist und bleibt bis heute ein Land der Biertradition. 41,6 Prozent aller deutschen Braustätten haben im Jahr 2025 ihren Sitz in Bayern. Im Jahr 2024 waren es noch 40,9 Prozent. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik anhand von Ergebnissen der vom Statistischen Bundesamt durchgeführten Biersteuerstatistik weiter mitteilt, werden im Jahr 2025 insgesamt 588 Braustätten im Freistaat betrieben, 13 Brauereien weniger als im Vorjahr (2024: 601).
29,0 Prozent des bundesweiten Bierabsatzes erzielen bayerische Brauereien
Der Bierabsatz der bayerischen Brauereien 2025 sinkt im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Prozent auf 22,5 Millionen Hektoliter (2024: 23,8 Millionen Hektoliter). Im bundesweiten Vergleich erzielen die bayerischen Brauereien im Jahr 2025 mengenmäßig zum zwölften Mal in Folge den höchsten Bierabsatz, noch vor ihren nordrhein-westfälischen Kollegen (20,0 Millionen Hektoliter in 2025). Zudem können sie im Jahr 2025 ihren bundesweiten Anteil mit 29,0 Prozent leicht ausbauen (2024: 28,8 Prozent). Mit 76,0 Prozent wird 2025 der überwiegende Teil des bayerischen Bieres (17,1 Millionen Hektoliter) innerhalb des Bundesgebiets verkauft. Der bayerische Bierabsatz ins Ausland ist bei einer Exportquote von 23,8 Prozent leicht unter Vorjahresniveau (Exportquote in 2024: 24,6 Prozent). 3,4 Millionen Hektoliter Bier werden im Jahr 2025 in die anderen Länder der Europäischen Union (-1,7 Prozent gegenüber 2024) und 1,9 Millionen Hektoliter Bier in Drittländer (-18,3 Prozent gegenüber 2024) verkauft.
Sommermonate mit höchstem Bierabsatz
Der als Haustrunk unentgeltlich und steuerfrei an die Beschäftigten der Brauereien abgegebene Anteil des in Bayern abgesetzten Bieres liegt bei 41 366 Hektolitern Bier (- 6,3 Prozent gegenüber 2024). Über das Jahr betrachtet war der höchste Bierabsatz der bayerischen Brauereien in den Monaten Mai (2,1 Millionen Hektoliter), Juni (2,2 Millionen Hektoliter) und Juli (2,4 Millionen Hektoliter) zu verzeichnen. Die stärksten Zunahmen im Bierabsatz 2025 verglichen mit dem jeweiligen Vorjahresmonat weisen die Monate Januar (+2,8 Prozent) und Dezember (+2,6 Prozent) auf.
Hinweise:
Die Biersteuerstatistik wird vom Statistischen Bundesamt durchgeführt.
Die Angaben der Biersteuerstatistik richten sich nach dem Sitz der Steuerlager (Brauereien und Bierlager). Im Bierabsatz ist neben der Eigenproduktion der Brauereien auch das in Deutschland sowie in den Ländern der Europäischen Union hinzu gekaufte Fremdbier enthalten.
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Bericht: Bayerisches Landesamt für Statistik – Foto: Hötzelsperger



