„Ist der Tod eine Illusion oder erwartet uns ein ewiges Leben?“ Diese, in vielerlei Hinsicht spannende Frage, stand im Priener Pfarrheim im Mittelpunkt einer Diskussionsrunde des Seniorenprogramms der Gemeinde Prien. Unter der Leitung von Helga Stampfl stellten sich Markus Häckl vom Chiemseehospiz-Team in Bernau sowie der Autor Berndt Schramm aus Seeon den Fragen der zwei Dutzend Gäste.
In seinem Einführungsvortrag wies Berndt Schramm darauf hin, dass alles Geistige, also auch die Seele, aus Information besteht. Der Begriff Information würde allerdings nicht nur die seelische Ebene umfassen, sondern auch die individuellen Fähigkeiten, Eigenschaften, Erfahrungen oder Erinnerungen eines Menschen beinhalten. Alle diese geistigen Konstrukte bezeichnet Schramm als das „Geistige Ich“, das als einzigartige und unteilbare Einheit betrachtet werden sollte. Aufgrund der Tatsache, dass Informationen unzerstörbar sind, könne also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass dies auch für das „Geistige Ich“ eines Menschen gilt.
Am Ende seines Vortrags fügte Schramm hinzu, dass diese Erkenntnisse genutzt werden sollten, die negativ besetzten Begriffe wie „Tod“ und „Sterben“ durch positive Beschreibungen wie „Transformation“ oder „ein Abschied auf Zeit“ zu ersetzen. Die praxisbezogenen Berichte von Markus Häckl sorgten nicht nur für jede Menge Gesprächsstoff. Sie zeigten auch, dass jeder Mensch am Ende seines Lebens einen ganz eigenen Weg geht. Die Kurzgeschichten aus dem Büchlein „Sepp, jetzt geht’s dahin“, waren hierfür nicht nur beispielhaft, sondern boten darüber hinaus auch einen unterhaltsamen Abschluss.
Fotos: Gesprächsrunde beim Priener Seniorenprogramm – 1. Berndt Schramm-Helga Stampfl-Markus Häckl / 2. Berndt Schramm und Markus Häckl / Gesprächsrunde








